Wer bei Holzreinigung zuerst an handelsübliche Möbelpolitur und Sprays denkt, ist tatsächlich auf dem Holzweg. Diese greifen häufig die Lackschicht an. Die Folgen können fleckenartiger Glanz sein oder eine nach und nach immer stumpfere Oberfläche. Denn wer seine Möbel zu oft mit Politur blank putzt, ruiniert auf Dauer die Beschichtung. Unbehandeltes Holz wischt man am besten nur mit einem trockenen Tuch ab. Lackierte Holzmöbel werden mit einem leicht angefeuchteten Tuch oder Fensterleder gereinigt. Anschließend mit einem weichen Tuch trocken reiben.
Wasser wisch und weg
Gewachste Holzmöbel sind Mimosen im Hinblick auf zu viel Feuchtigkeit. Wein verschüttet? Oder beim Essen gekleckert? Flüssigkeiten sollten sofort mit einem Tuch oder Schwamm aufgesogen und Flecken weggewischt werden. Doch trotz aller Empfindlichkeit lassen sich gewachste Oberflächen problemlos mit einem leicht feuchten Tuch entstauben. Ideale Pflegemittel sind Wachspolituren, zum Beispiel aus Bienenwachs, die man nach dem Auftragen blank wischt. Besonders strapazierte Flächen müssen in regelmäßigen Abständen nachbehandelt werden. Ein Wachsbalsam-Reiniger entfernt starke Verschmutzungen und bildet einen neuen schützenden Wachsfilm. Auch Rotweinflecken sind kein Party-Stigma für die Ewigkeit: trocknen lassen und mit feinem Schleifpapier entfernen. Anschließend die Stelle erneut wachsen.
Ölgötze go home!
Bei geölten Oberflächen genügt es, die Holzmöbel mit einem feuchten Tuch abzuwischen. Keine Mikrofasertücher und Spülmittel verwenden! Sonst wird der Oberflächenschutz aus den Poren entfernt, und das Holz sieht matt und fleckig aus. Wenn Sie Ihren Möbeln eine Wellnesskur gönnen möchten, dann reiben Sie die Stücke dünn mit einer Naturharzöl-Imprägnierung oder Paraffinöl ein. Danach mit einem fusselfreien Tuch nachpolieren, das sorgt für einen schmutz- und wasserabweisenden Schutzfilm. Wasserränder kann man mit Mineralwasser entfernen. Einen Schuss aufgießen, kurz sprudeln lassen, abwischen und danach wieder einölen.
Pflegemittel selbst gemacht
Frischen Glanz aufs Holz bringt diese Mischung, die zugleich sanft zu den Möbeln ist: zwei Teile Essig und einen Teil Olivenöl mixen und auftragen. Auch kleine Kratzer werden so beseitigt. Bei dunklen Hölzern sorgt ein Mix aus einem Glas schwarzen Tee und sechs Esslöffeln Öl für eine optische Auffrischung. Einen glänzenden Effekt haben außerdem Babypflegetücher. Noch dazu schützen sie die Holzoberfläche. Gleiches gilt für Melkfett (in Drogerien erhältlich) – einmal mit dem Schwamm aufgetragen, glänzt das Möbelstück wie neu. Um Kratzer auf geölten oder gewachsten Holzoberflächen zu behandeln, empfiehlt es sich, den Kern einer frisch geknackten Walnuss mit etwas Druck über die beschädigte Stelle zu reiben. Dabei setzen sich kleine Nusspartikel in die Furchen. Zugleich wird das Holz geölt. Zum Schluss mit einem Tuch polieren.
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