Textilien sind die neue Kunst. Doch im Gegensatz zu Wandgemälden zieren sie das ganze Wohnzimmer von Teppich über Strick-Pouf bis zum Kissen. Rüschen ja, aber nur, wenn die Möbel auf Schnörkel verzichten. Wer’s Ton in Ton mag, bedient sich bei den Naturfarben. Doch es darf auch bunter zugehen. Tipp: Ein einzelnes Kissen auf dem Sofa wirkt verloren, zu viele können es überladen. Eine Reihe identischer Kissen schafft oft Möbelhaus-Atmosphäre. Variieren Sie lieber mit verschiedenen Motiven und Stoffarten.
Bei holzvertäfelten Decken und Wänden bekommen Sie Beklemmungen? Solange Sie sich vor dem „Sauna-Effekt“ (Wand, Boden und Möbel sind aus Holz) hüten, besteht keine Gefahr. Bei der Wahl hölzerner Möbel ist wichtig, dass die Form und nicht das Material optisch dominiert. Der Raum sollte so hell wie möglich sein. Grundsätzlich gilt: Dunkle Hölzer strahlen Wärme aus, helle wirken luftiger. Bei beiden erlaubt ist eine ergänzende Knallfarbe.
Es ist das Ur-Klischee von Hüttenromantik: ein Tierfell auf dem Boden, auf dem Sofa oder vor dem Kamin. Für puristische Räume tabu ist es damit noch lange nicht. Im Gegenteil: Als Überwurf auf einem Ledersofa oder als Läufer auf einem Beton- oder Fliesenboden schafft es die nötige Wärme im allzu kühlen Ambiente. Mittlerweile können dank moderner Technologien Tierfelle in verschiedenen Tönen gefärbt werden. Problematisch bleibt die Pflege: Sie sind meist nicht waschbar. Alternativen sind Imitate aus Kunstfell oder Flokatis.
Wenn die Tage lange dunkel sind, müssen wir das Wohnzimmer selbst zum Strahlen bringen. Ideal dafür ist ein Lampenmix: Die Sofaecke wird am besten indirekt beleuchtet mit Steh- oder Wandleuchten, die das Licht nach oben leiten. Spots bringen Helligkeit in Leseecken. Wählen Sie für die Decke statt Kronleuchter klare und nüchterne Deckenlampen. Für die wohlige Note sorgen ganz traditionell flackerndes Kerzenlicht oder Kaminflammen. Extratipp: Dunkle Naturtöne mit Glanzeffekt – ob für Wand, Boden oder in Stoffen – reflektieren das Licht nicht, sondern lassen es schimmern.
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