Das richtige Kopfkissen ist wichtig für gesunden Schlaf. Denn im besten Fall verhindert es eine Dehnung der Hals- und Nackenmuskulatur, die Kopfschmerzen oder Rückenschmerzen verursacht.
Rücken- oder Seitenschläfer?
Das ist die erste entscheidende Frage bei der Kissenauswahl. „Auch im Schlaf müssen der Nacken ausreichend gestützt und die Wirbel entlastet werden. Und dafür ist die Schlafposition entscheidend“, sagt Markus Kamps. Wichtig ist, dass die Schulter auf der Matratze und nicht auf dem Kissen liegt. Außerdem kommt es auf die Anatomie des Schlafenden an: Je stärker die Nackenmuskulatur, desto weniger muss das Kissen stützen. Je länger und dicker der Hals, desto steiler oder tiefer sollte die Stütze sein. „Zusätzlich ist die Härte der Matratze ausschlaggebend“, so der Schlafexperte. „Je weicher die Unterlage, desto flacher darf das Kissen sein. Bei einer härteren oder festeren Auflage hingegen sinken die Schultern tiefer ein, das Kissen muss daher höher sein.“
Tabu sind extra große Kissen. Die seien besser zur Deko und nicht als Kopfpolster geeignet, erklärt Kamps. „Und da der Kopf-Durchmesser 25-38 Zentimeter beträgt, sind Maße zwischen 40 bis 80 Zentimeter ideal.“ Füllmaterialien für Kissen unterscheiden sich nicht wesentlich von den Oberbetten. Federn sind besonders kuschelig und für den Schläfer formbar. „Weitere Vorteile sind eine gute Feuchtigkeitsregulierung und Wärmerückhaltung sowie eine hohe Spannkraft und Elastizität. Außerdem sind Daunen waschbar“, sagt Markus Kamps. Ein Latex- oder Schaumkissen sei dagegen in verschiedenen Härtegraden erhältlich und besonders in der Nackenstützversion zu empfehlen. Eine Besonderheit sind Getreidekissen. Sie sind mit Dinkelspelz oder Hirseschalen gefüllt, relativ fest, halten die Wärme und passen sich dem Körper an. Beim Umdrehen kann es jedoch ein mitunter störendes Rieselgeräusch geben.
Und nicht vergessen: „Ein Kissen ist der meist beanspruchte Bestandteil im Bett. Es sollte mindestens einmal im Jahr gewaschen und nach drei Jahren ausgetauscht werden.“
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