Gartenhäuschen

Idyllisches Kleinod im heimischen Garten: DIY-Anleitung für ein gemütliches Plätzchen

Selberbauen statt Fertighäuschen: Für dieses schmucke Häuschen im Grünen mit einer Grundfläche von gut zwölf Quadratmetern kann man sich das Material im Baumarkt besorgen. Dank Modulbauweise ist die Anfertigung erheblich leichter. Kostenpunkt: ca. 1500 Euro 

 

Diese Werkzeuge brauchen Sie:
Handkreissäge, Kapp-und-Gehrungs-Säge und kräftigen Akkubohrer

Außerdem benötigen Sie folgende Handwerkzeuge:
Hammer, Zollstock, Bleistift, Schlagschnur, Zimmermannswinkel, Richtlatte, Flachpinsel und Klebeband

Wandelemente bauen  
  • Schritt 1  

    Die Rahmenkonstruktion für die Wände auf dem Betonplatten-Fundament auslegen und mit Spaxschrauben verbinden. Die Eckstreben sorgen für Stabilität.

  • Schritt 2  

    Der Gehrungswinkel der aussteifenden Eckstreben beträgt 45°; den können Sie an einer Kapp-Gehrungs-Säge einstellen. Auch die Streben werden mit Spaxschrauben fixiert.

  • Schritt 3  

    An der Vorderwand Rahmenhölzer für die späteren Tür- und Fensterausschnitte einsetzen. Die Latten sind an den Kreuzungspunkten überblattet.

  • Schritt 4  

    Für die Verschalung imprägnierte Nut-und-Feder-Bretter an der Unterseite des fertigen Rahmens bündig anlegen und festnageln.

  • Schritt 5  

    Zuschneiden der Passstücke unter und über den Fensterausschnitten mit einer Kapp-und-Gehrungs-Säge.

  • Schritt 6  

    Den oberen Brettüberstand der Verschalung mit der Handkreissäge gerade schneiden. Den Schnittverlauf zuvor mit einem Bleistift markieren.

Zeitaufwand: vier Wochenenden         
Es ist fast ein bisschen rekordverdächtig, wie schnell dieses Haus entstand – ganz ohne vorgefertigte Bauteile, nur aus einem gewaltigen Stapel Bretter, Bohlen und Leisten aus dem Baumarkt sowie, zugegeben, zwei fertigen Fensterflügeln und einer Tür. Möglich machte dieses kleine Wunder die praktische Modulbauweise unseres Hauses. Die Wände bestehen aus einer mit Profilbrettern verschalten Rahmenkonstruktion und werden dann im Ganzen aufgestellt und verschraubt. Ein weiterer Vorzug ist die schlichte und somit außerordentlich wandlungsfähige Grundform des Hauses aus einem rechteckigen Raum, die wir um zahlreiche individuelle Extras ergänzt haben wie den von zwei Seiten nutzbaren Schrank, der gleichzeitig das großzügige Pultdach trägt. So entsteht ein windgeschützter Sitzplatz.

Wändelemente aufstellen  
  • Schritt 1  

    Als Fundament eignen sich Gehwegplatten aus Beton. Darauf im Abstand von maximal 50 cm die Traglatten für die Bodendielen verschrauben, die gleichzeitig für eine gute Unterlüftung sorgen. Dann den Boden aus Rauspund quer zu den Traglatten verlegen.

  • Schritt 2  

    Boden und Wandelemente sind fertig für die Montage. Zum Aufstellen, Ausrichten und Verschrauben der Einzelteile benötigen Sie mindestens einen kräftigen Helfer.

  • Schritt 3  

    Die Wandelemente mit Überstand zum Boden für den Wasserablauf aufstellen und etwa alle 40 cm, am besten mit Edelstahlschrauben, befestigen.

  • Schritt 4  

    Nacheinander setzen Sie dann die anderen Wandelemente auf den Boden. Bevor Sie sie miteinander verschrauben, überprüfen Sie die Rechtwinkligkeit der Wände zueinander. Sind die Wände exakt ausgerichtet, verschrauben Sie sie zunächst miteinander, dann mit den Bodendie- len respektive da, wo möglich, mit den darunterliegenden Traglatten.

Dachkonstruktion
Die Dachkonstruktion ist solide und stabil, dabei aber denkbar einfach zu bauen. Kräftige Sparren im Abstand von rund 60 cm und einem Querschnitt von etwa 45 x 150 mm sind so- lides Fundament für die Dachhaut. Einzig das notwendige Dachgefälle für einen kontrollierten Regenablauf macht etwas Arbeit. Hierfür werden die Sparren per Handkreissäge von 15 cm an der Vorderkante auf etwa 9 cm an der Hinterkante verjüngt. So fällt die Dachschalung nach hinten leicht ab. Die Eindeckung wird mit einfachen und günstigen Rauspund-Schalbrettern hergestellt. Wer etwas mehr ausgeben möchte, nimmt Nut-und-Feder-Bretter. Sie haben den Vorteil, garantiert eine geschlossene Fläche zu bilden. Bei Schalbrettern kann es sein, dass diese leicht verzogen sind, so dass es mühsam ist, sie dicht an dicht auf die Sparren zu nageln. Ist das Dach dicht, wird von hinten nach vorn eine Lage Dachpappe überlappend aufgenagelt und anschließend eine zweite Dachhaut (zum Beispiel Bitumenschindeln) draufgelegt.

dach und schrank Bauen
  • Schritt 1  

    Mit der Handkreissäge die Dachsparren schräg anschneiden. Die benötigte Neigung des Daches für den Wasserablauf mit einer Schlagschnur oder einer geraden Latte markieren.

  • Schritt 2  

    Mit der Handkreissäge führen Sie die Schnitte durch. Verwenden Sie dabei einen der Sparren als Anschlag für die Säge, damit der Schnitt gerade wird und die Säge sich nicht verkantet.

  • Schritt 3  

    Nachdem die Sparrenabstände innen an der Vorder- und Rückwand angezeichnet sind, legen Sie die Sparren provisorisch aus. Ein Sparren über dem Schrank fällt aus dem Raster heraus.

  • Schritt 4  

    Die Dachsparren von unten durch den Rahmen mit Spaxschrauben verbinden. Den Sparrenabstand zuvor anzeichnen.

  • Schritt 5  

    Damit die Vorderkanten der Sparren genau in einer Flucht liegen, markieren Sie den Dachüberstand an den Sparrenunterseiten und legen die Markierung an die Wandvorderkante.

  • Schritt 6  

    Die Dachschalung auf die Sparren nageln. Dafür an der Vorderseite beginnen und die Bretter so dicht wie möglich zusammensetzen.

  • Schrank - Teil 1 

    Auf den überstehenden Bodenbrettern wird der Rahmen für den Schrankvorbau eingepasst, am Boden sowie an den Sparren verschraubt und dann verbrettert.

  • Schrank - Teil 2  

    Die Türträger fertigen Sie nach unserem Plan genau rechtwinklig an. Die Verschalung erfolgt wie bei den Wänden: Zuerst aufnageln, dann Überstände rundum abschneiden. Der Schrank ist durch die Zwschenwand in zwei verschieden große Innenräume aufgeteilt. Der größere der beiden ist so bemessen, dass sogar Gartenstühle darin Platz finden.

Der Aufbau von Türen und Fenstern
Die Innenseiten der Türen und Fenster (Laibungen) verkleiden Sie mit auf Breite geschnittenen Leisten. So decken Sie die unschönen und vor allem saugenden Stirnkanten der Verschalung ab. Das Sprossenkreuz besteht aus zwei 2x2-cm-Leisten, die in der Mitte überblattet sind. Sie werden durch die Rahmen mit der Wand verschraubt. Von innen vernageln Sie noch eine umlaufende 1x1-cm-Leiste, außen müssen Sie stückeln.

türen und fenster  
  • Schritt 1  

    Die Laibungsbretter werden nach Aufmaß der Tür und der Fenster auf die richtige Breite zugeschnitten. Verwenden Sie Schalungsreste, denen Sie Nut und Feder abschneiden.

  • Schritt 2  

    Mit der Stichsäge die Öffnungen der Fenster in die Seitenwände schneiden und Schnittkanten bündig hobeln. Zum „Eintauchen“ der Säge vier Löcher in die Rahmenecken der Wand bohren.

  • Schritt 3  

    Die Fensterlaibungen an allen Seiten mit passend zugeschnittenen Holzleisten (19 mm dick) verblenden. Alle aufrechten Leisten laufen bis in die unteren Ecken durch. Drei 40-er Nägel pro Leiste reichen aus.

  • Schritt 4  

    Blendbretter von außen auf den Laibungen vernageln, innen bündig abschließend. Die obere Blende steht an den Seiten über die beiden senkrechten Leisten etwa 1 bis 2 cm hinaus.

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