Was tun, wenn’s brennt?

Das Brandrisiko wird häufig unterschätzt. Dabei erleiden jedes Jahr bis zu 8000 Menschen in Deutschland bei Wohnungsbränden schwere Verletzungen. Mit Alarmgeräten und Löschmitteln beugen Sie vor

  • Feuerlöscher  

    Er enthält Löschmittel in Form von Pulver oder Schaum.

    Wo? Ideal für den Wohnbereich sind Schaumfeuerlöscher, für den Heizungskeller sind Pulverfeuerlöscher besser.

    Aufbewahrung/Montage: Der Feuerlöscher sollte gut zugänglich aufbewahrt werden, wo er gleichzeitig nicht stört, etwa im Keller oder Abstellraum.

    Funktion: Gut geeignet zum Löschen von Klein- und Entstehungsbränden. Durch Druck wird das Löschmittel ausgestoßen.

    Nachteil: Die Löschmittel führen durch Verschmutzungen zu Folgeschäden. Je nach Brandart braucht man unterschiedliche Feuerlöscher. Bei der Auswahl sollten Sie sich beraten und in die Anwendung einführen lassen.

    Feuerlöscher „Starline SE+ 6 STAR/SE+ 9 STAR“ von Gloria, ca. 120 Euro


  • Löschdecke  

    Sie besteht aus nicht brennbarem Material – beispielsweise Glasfasern –, kleine Brände können mit ihnen erstickt werden.

    Wo? Im Wohnbereich.

    Aufbewahrung/Montage: Die Löschdecke sollte griffbereit liegen, zum Beispiel in der Küche.

    Funktion: Löschdecken wirft man auf kleinere Brände, etwa in der Küche. Das Feuer wird so erstickt. Für Fettbrände eignen sie sich nur bedingt, sie können durchbrennen.

    Nachteil: Für größere Brände sind Löschdecken nicht ausreichend. Sie können nur einmal benutzt werden, und zum Löschen ist etwas Mut erforderlich.

    Löschdecke „LDC 09/09 FlammEXprofi“ von Secudo, ca. 20 Euro


  • Rauchmelder 

    Sie gehören in jeden Haushalt. In einigen Bundesländern sind sie gesetzlich vorgeschrieben, in anderen ist ein Gesetz in Planung.

    Wo? Besonders wichtig in Schlaf- und Kinderzimmern.

    Aufbewahrung/Montage: Rauchmelder sind waagerecht an der Decke, möglichst in Raummitte, mindestens aber 50 cm von Wand oder Einrichtungsgegenständen entfernt, zu montieren.

    Funktion: Rauchmelder reagieren optisch und schlagen Alarm. Mehrere Geräte können mit Funk verbunden werden.

    Nachteil: Nicht geeignet für staubige, dampfige Räume. Luftstaus können verhindern, dass die Sensoren Rauch erkennen. 

    Rauchmelder „SmartHome“ von RWE, ca. 50 Euro

  • Wärmemelder  

    Da Rauchmelder in manchen Räumen nicht wirken, sind Wärmemelder eine Alternative.

    Wo? In Küche, Bad oder Garage.

    Aufbewahrung/Montage: Wärme steigt nach oben und breitet sich dort gleichmäßig aus. Wärmemelder sollten an der Decke und möglichst mittig montiert werden.

    Funktion: Wärmemelder springen bei Zimmertemperaturen von ca. 60 Grad oder bei extremem Hitzeanstieg an.

    Nachteil: Sie reagieren später als ein Rauchmelder und sind daher eher  für den Sach- als für den Personenschutz geeignet. Manche Modelle sind mit Rauchmeldern vernetzbar. 

    Minimax Wärmemelder „MX 70, ws“ von REV, ca. 20 Euro


  • Gasmelder  

    Die meisten Gase sind geruchsneutral, das Einatmen kann jedoch zum Tod führen; außerdem besteht bei Gaslecks Explosionsgefahr.

    Wo? In Küchen mit Gasherd oder im Gasheizungskeller.

    Aufbewahrung/Montage: Gasmelder sollten in einer Höhe von etwa 1,50 m angebracht werden, mit einem Mindestabstand vom Brennstoff- oder Heizgerät von 1,50 m und vom Bad von 3 m.

    Funktion: Schon bei Gaskonzentrationen weit unterhalb des Explosionspunktes schlagen Gasmelder Alarm. Manche Geräte schalten dann die Gaszufuhr automatisch ab. Sie müssen vom Fachmann installiert werden.

    Nachteil: Billige Geräte lösen oft Fehl­alarm aus, was zu Leichtsinn führen kann.

    Kohlenmonoxidwarnmelder „Ei207-D“ von Ei Electronics, ca. 50 Euro


EXTRA-TIPP:
Zwo, eins, Risiko!
Hier lauern im Haushalt Gefahren

1. Statistik 
Elektrizität ist die Ursache von jedem dritten Brand im Haushalt. Jeder fünfte Brand lässt sich auf menschliches Fehlverhalten zurückführen.

2. ELektrogeräte 
Achten Sie auf das VDE- und GS-Zeichen, halten Sie die Belüftungsschlitze frei und lassen Sie defekte Geräte reparieren. Vorsicht auch beim Bohren und Nageln in der Nähe von Steckdosen!

3. Rauchen 
Die Zigarette im Bett ist besonders gesundheitsgefährdend – wenn man dabei einschläft. Auch zahlen in diesem Fall manche Versicherungen nicht.

4. Kerzen 
Jedes Jahr gehen vor allem im Advent zahlreiche Gestecke oder Weihnachtsbäume in Flammen auf. Aber auch in anderen Jahreszeiten können Kerzen zur Gefahrenquelle werden. Besondere Vorsicht ist außerdem bei Feuerwerkskörpern geboten. 

FOTOS:  somchaip - Fotolia.com; PR 

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