Türen, Holzmöbel, Fensterrahmen oder Arbeitsplatten, die einen neuen Anstrich brauchen, müssen vorher geschliffen werden. Wir fragten Maribel Goncalves, Mitarbeiterin der Kölner "Do It Yourself Academy" und Miss Do-it-yourself, nach den besten Schleifwerkzeugen und -techniken.
NEUES ZUHAUSE: Ich will nur eine kleine Fläche schleifen, womit geht es am besten?
MARIBEL GONCALVES:
Ganz einfach: mit Schleifpapier, das in unterschiedlichen Körnungen angeboten wird. Das ist auch für schwer zugängliche Stellen zu empfehlen. Und wenn die zu schleifende Fläche doch mal etwas größer ist: Benutzen Sie einen Schleifblock aus Kork oder Kunststoff, das macht die Arbeit weniger anstrengend.
Und wozu raten Sie Heimwerkern, bei denen es regelmäßig etwas zu schleifen gibt?
Die sollten sich ein elektrisches Schleifgerät zulegen, das spart Kraft und Zeit. Schwingschleifer und Exzenterschleifer eignen sich prima für Einsteiger. Ersterer hat einen länglichen Schleifteller, der sich seitwärts und vorwärts bewegt. Damit lassen sich auch Ecken gut bearbeiten. Exzenterschleifer arbeiten etwas schneller und effektiver. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie gleichmäßig und ansatzfrei übers Material gehen. Mit ihrer runden Schleifscheibe, die gleichzeitig rotiert und schwingt, kann man gerade oder leicht gewölbte Holz-, Kunststoff- und Metallflächen schleifen oder polieren. Für Ecken eignen sie sich jedoch nicht! In dem Fall rate ich zum Deltaschleifer. Mit seinem dreieckigen Schleifteller lässt sich gut in Zwischenräumen, an Kanten und Ecken arbeiten, z. B. an Türrahmen, Möbeln und Fenstern.
Wie erledige ich großflächige Aufgaben?
Dafür gibt es den Bandschleifer. Im Gegensatz zu den anderen Geräten arbeitet er nicht mit einem Schleifteller, sondern mit einem rotierenden Bandsystem, das sorgt für eine hohe Abtragsleistung, auch bei mehrfach lackierten Flächen.
Im Baumarkt habe ich also die Qual der Wahl?
Halb so schlimm. Wer für alles gerüstet sein will, ist mit einem akkubetriebenen Multischleifer gut bedient. Der ist sowohl für größere Flächen als auch für schwer zugängliche Stellen geeignet. Und durch den eingebauten Akku ist er unabhängig von der nächsten Steckdose.
Worauf sollte ich allgemein beim Kauf achten?
Bei Akkuschleifern auf einen leistungsstarken Lithium-Ionen-Akku ohne Selbstentladung und ohne Memory-Effekt. Ansonsten auf die Drehzahl und Leistungsaufnahme der Werkzeuge. Ein Exzenterschleifer sollte mindestens 12 000, ein Schwingschleifer mindestens 11 000 Um- drehungen pro Minute schaffen. Ein ideales Exzentergerät nimmt zwischen 220 und 450 Watt Leistung auf, ein Schwingschleifer zwischen 200 und 400 Watt.
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