Ärgern Sie sich nicht länger über zu hohe Strom- oder Gasrechnungen. Wer den Anbieter wechselt, kann nicht nur Geld sparen, sondern schont mit Biogas und Strom aus erneuerbaren Energien auch die Umwelt
Strom wird in Deutschland
derzeit vor allem aus Kohle
und Kernenergie gewonnen.
Doch der Anteil erneuerbarer
Energien steigt: Immer mehr Windenergie-
und Photovol-
taik-Anlagen
liefern schad-
stoffrei produzierten Strom.
Und immer mehr Verbrau-
cher steigen
um. Auch aus
Wasserkraft, Biomasse und
Geothermie wird Strom ge-
wonnen.
Ökologisch sind alle, weil die Energieträger
nachwachsen bzw. unend-
lich
vorhanden sind. Außer-
dem werden bei
der Energie-
gewinnung kaum CO2
und Schadstoffe freigesetzt. Bei einigen
Anbietern zählt auch Energie aus
Kraft-Wärme-Kopplung dazu, da die Anla-
gen
überaus effektiv und ebenfalls
ökologisch vertret-
bar sind.
Gute Wahl: Zertifizierter Strom
Nicht überall, wo Ökostrom draufsteht, ist dieser auch drin. Auf Nummer sicher

Umsteigen lohnt sich: So kommen Sie zu gutem Strom
Auswählen
Suchen Sie sich den Ökostromanbieter
aus, der am besten zu Ihnen
passt. Dabei hilft Ihnen der Ökostrom-
rechner
auf www.verivox.de. Achten Sie bei
Ihrer Wahl auch aufs Kleingedruckte, damit
Sie nicht hinterher draufzahlen müssen!
Beantragen Wechselunterlagen anfordern, ausfüllen, zurückschicken. Fertig. Noch bequemer geht’s mit einem Online- Formular. Beim alten Anbieter brauchen Sie nicht selbst zu kündigen. Das übernimmt in der Regel Ihr neuer Stromversorger.
Nutzen Etwa vier bis sechs Wochen dauert es, bis Sie Strom vom neuen Anbieter beziehen können. Keine Angst, in der Übergangszeit werden Sie nicht auf dem Trockenen sitzen. Stromanbieter sind gesetzlich dazu verpflichtet, Haushalte mit Strom zu versorgen. Ein Austausch des

gehen Sie mit zertifiziertem Strom.
Gütesiegel, an denen Sie sich orientieren
können, sind: „ok-Power“, „Grüner
Strom Label“, „Gütezeichen Ökostrom“
und das TÜV-Zer-
tifikat. Ausgezeichnet
wer-
den nur Anbieter, deren An-
lagen
aktuellen Standards entsprechen und
die in den Ausbau erneuerbarer Ener-
giegewinnung
investieren. Bundesweite
Ökostrom-An-
bieter sind Lichtblick,
EW Schönau, Greenpeace Energy und
Naturstrom. Aber auch die großen Ener-
giekonzerne
wie RWE bieten
einen
CO2-armen Strommix und setzen vermehrt
auf er-
neuerbare Energien. Außer-
dem
unterstützen sie welt-
weit Forschungsprojekte,
wie man in Zukunft zum Beispiel das Potenzial von Biomasse
oder Erdwärme noch besser nutzen
kann.
Die Mischung macht´s
Wenn Sie auf Ökostrom umsteigen, bedeutet
das allerdings nicht, dass Sie
dann nur noch grünen Strom aus der
Steckdose bezie-
hen. Physikalisch ändert
sich an Ihrem Strom nichts. Sie sorgen
stattdessen da-
für, dass sich im Stromnetz
der Anteil erneuerbarer Ener-
gie erhöht.
Auch wer grünen Strom nutzt, sollte
das Ener-
giesparen nicht vergessen. Der
umweltfreundlichste, kostengünstigste
Strom ist nämlich immer noch der, der gar
nicht erst verbraucht wird.

Vor elf Jahren wurde neben
dem Strom- auch
der Gas-
markt liberalisiert.
Doch erst seit 2006 ist es
möglich, den Gasanbieter zu wechseln.
Auch heute gibt es auf dem Gassektor
noch lange nicht so viele Anbieter wie auf
dem Strommarkt. Außerdem sind die regionalen
Unterschiede zum Teil sehr groß.
In länd-
lichen Gebieten ist häufig nur
ein einziger externer Anbie-
ter verfügbar,
während Groß-
städter zwischen mehreren
Gasversorgern wählen kön-
nen. Da Sie
bei einem Gas-
anbieterwechsel viel Geld
sparen können, sollten Sie in jedem
Fall prüfen, ob es in Ihrer Region ein günstigeres
Angebot gibt. Falls Sie sich
nicht schon vor dem Umzug für einen Anbieter
entschie-
den haben, empfiehlt es
sich, innerhalb von vier Wochen nach dem
Einzug den Wechsel zu beantragen.
Geben Sie Gas für die Umwelt
Anbieter Lichtblick hat damit angefangen
und immer mehr machen es nach und
neh-
men Biogas ins Programm. Auch viele
regionale Gasver-
sorger, wie die EGT Triberg
oder die Stadtwerke Aachen, mischen
biologisch gewon-
nenes Gas dem
Erdgas bei. Biogas wird aus nachwachs-
enden
Rohstoffen wie Mais,
Drehen Sie den Hahn auf für sauberes Gas
Auswählen Ob es in Ihrer Region einen günstigeren Gasanbieter gibt, finden Sie über einen Gastarifrechner heraus, zum Beispiel unter www.verivox.de. Informieren Sie sich zusätzlich auch über Laufzeiten, Kündigungsfristen, Preisgarantien und mögliche Sonderabschläge.
Beantragen Der Antrag für den Gasanbieterwechsel ist in nur fünf Minuten ausgefüllt. Oft lässt er sich auf der Internetseite des Versorgers herunterladen und ausdrucken. Den ausgefüllten Bogen schicken Sie an den neuen Anbieter. Alles weitere übernimmt Ihr neuer Gasversorger.
Nutzen Die Belieferung beginnt meist am ersten Tag des übernächsten Monats. Ihr zukünftiger Gasversorger mietet Gaszähler und Leitungen vom örtlichen Betreiber. Dieser kümmert sich dann auch weiterhin um Wartungen und Reparaturen.
Stark im Vergleich
Wenn Sie wissen wollen, ob Ihre Heizkosten und Ihr Energieverbrauch Ihrer Wohnung angemessen sind, hilft der Heizspiegel. Unter www.heizspiegel.de können Sie Ihre Werte mit denen, die in Ihrer Kommune oder bundesweit durchschnittlich erreicht werden, vergleichen. Die vom Bundesumweltministerium geförderte Kampagne erstellt zudem kostenlose Heizgutachten. Seit Kurzem gibt es den Heizspiegel auch auf Türkisch.
Grassilage
und Mist gewon-
nen und entspricht
in seiner chemischen Zusammensetz-
ung
Erdgas. Somit kann es problemlos in
das Erdgas-
netz eingespeist werden. Wer
Biogas zum Heizen verwendet, hat
somit die Auflagen des Erneuerbare-Energien-
Wärmegesetzes erfüllt.
Sparen bleibt heisser Tipp
Vom günstigeren Gastarif haben Sie aber
nur dann etwas, wenn Sie weiterhin
sparsam heizen. Am ein-
fachsten kontrollieren
Sie Ihren Verbrauch, indem
Sie
regelmäßig den Zählerstand überprüfen.
Schon kleine Verhaltensänderungen
kön-
nen eine Menge
bewirken. Verzichten Sie
während der Heizperiode aufs
Dauer-
lüften, das verschwendet
zu viel Energie. Außerdem
muss nicht jedes Zimmer Ihrer
Wohnung gleich stark beheizt
werden. Für Küche
und Schlafzimmer sind
18 Grad ausreichend. Schon ein Grad weniger bringt bis zu sechs
Prozent Energieein-
sparung. Auch
für Mieter, die Warmmiete zahlen und
nicht den Gasanbieter wechseln können,
rentiert sich das Sparen. Seit Januar 2009
gilt die neue Heizkostenverord-
nung, die
unter anderem vorschreibt, dass sich Ver-
mieter
bei den Heizkosten zu 70 Prozentnach dem tatsächlichen Gasverbrauch
richten müssen. Heizener-
giekosten
zu sparen, lohnt sich daher noch mehr.