Das Energiesparhaus:

Wie man mehr gewinnt als man verbraucht

Energiesparendes Bauen ist mehr, als Häuser dick einzumummeln. Neue Techniken und Materialien machen das Wohnen gemütlicher. Und Passivhäuser beweisen, welches Einspar­potenzial in deutschen Wohnungen und Immobilien steckt. Mieter und Vermieter müssen es nur umsetzen

So geht's

In acht Schritten zum Energiesparhaus


1. Pufferspeicher

Hier wird die Wärme, die in der Solaranlage erzeugt wurde, gespeichert.

Aus alt mach neu


Sie wohnen im Altbau und wollen trotzdem Energie sparen? Dann modernisieren Sie

2. Erdwärmepumpe

Wie ein Kühlschrank, nur umgekehrt – so funktioniert eine Erdwärmepumpe. Sie entzieht dem Boden Erdwärme, deren Temperatur mit Hilfe eines Kompressors weiter erhöht und dann ins Heizungs­system eingespeist wird.


3. Fussbodenheizung

Besonders für eine Fußbodenheizung eignet sich die Erdwärmepumpe, weil diese schon ab einer Vorlauftemperatur von 35 Grad arbeitet.

Steigende Energiepreise, Umweltschutz, ein besseres Wohnklima: Gründe für eine energetische Sanierung Ihres Hauses gibt es viele. Aber wie gehen Sie das Modernisierungsprojekt am besten an? Holen Sie sich Rat: Ein Energieberater gibt Ihnen Auskunft über Ihre individuellen Möglichkeiten, Kosten und Förderprogramme. Der erste Schritt zum energieeffizienten Zuhause ist dann der Austausch Ihres alten Heizkessels durch einen modernen Öl- oder Gasbrennwertkessel. Zum Energiesparprofi werden Sie, wenn Sie dies noch mit einer

guten Wärmedämmung und der Umstellung auf erneuerbare Energien verbinden.


Lassen Sie sich fördern

Gut geplant und durchgeführt, können Sie durch Sanierungs- maßnahmen Ihren Energieverbrauch um 50 bis 70 Prozent verringern. Damit haben Sie die Kosten schnell wieder eingespielt. Die Finanzierung macht Ihnen trotzdem Sorgen? Unterstützung bekommen Sie bei Förderprogrammen von Bund, Ländern und Gemeinden.

Das CO2-Gebäude- sanierungsprogramm fördert finanziell Maßnahmen zur Energie­einsparung und zur Minderung des CO2-Ausstoßes in Wohngebäuden. Zwei Möglichkeiten stehen zur Wahl: Die KfW-Förderbank vergibt sowohl zinsgünstige Darlehen mit Tilgungszuschuss als auch Investitionszuschüsse. Anträge zur Förderung stellen Sie jedoch nicht direkt bei der KfW-Bank, sondern bei Ihrer Hausbank. Speziell für den Umstieg auf erneuerbare Energien gibt es seit Januar 2008 das neue Marktanreizprogramm des

4. Lüftungssystem

In einem modernen Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung wird die eingeführte frische Luft mit der Wärme der Abluft beheizt.

5. Perfekte Dachdämmung

Die meiste Energie geht in herkömmlichen Häusern am Dach, den Erkern und den Verbindungen zu den Wänden verloren. Eine Mehrschicht-Innenisolierung kann die Wärmeabstrahlung und damit die Heizkosten nachhaltig verringern.

6. Thermofenster

Dünne, unsichtbare Beschichtungen auf den Scheiben von Wärmeschutzfenstern lassen nur Strahlung einer bestimmten Wellenlänge passieren. Sind die Fenster zur Sonne ausgerichtet, holen sie so sogar mehr Wärme ins Haus, als sie wieder ins Freie lassen.

7. Solarthermische Anlage

Sonnenkollektoren auf dem Dach wandeln Sonnen- energie in nutzbare Wärme um. Mit dieser wird das Wasser für Bad und Küche erhitzt. Große Anlagen können an sonnigen Wintertagen zusätzlich das Heizsystem unterstützen.

8. Fotovoltaik-Module

Zu Fotovoltaik-Modulen zusammen­geschlossen, erzeugen Solarzellen sogar Strom, der entweder direkt verbraucht oder ins Stromnetz eingespeist wird.

Bundes­umweltministeriums. Ansprechpartner hierfür ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Informationen über regionale Fördermöglichkeiten erhalten Sie zum Beispiel bei Ihrer Verbraucherzentrale. Die wichtigsten Förderprogramme für Ihr konkretes Modernisierungsvorhaben können Sie beim Online-Förderratgeber auf www.co2online.de abrufen.

Energieeffizienz zu Hause:


Gut gedämmt und energietechnisch auf den neuesten Stand gebracht – jetzt ist Schluss mit hohen Heizkosten!