
Sie müssen nicht Ihr ganzes Leben umkrempeln, um Ihre Stromkosten massiv zu senken. Schon mit ein paar kleinen Schritten machen Sie jeden Tag zum Energiespartag
Ob Frühaufsteher oder Morgenmuffel: Aufge-
weckte sparen gleich nach dem Aufstehen
Am frühen Morgen läuft vieles noch wie im Schlaf ab. Trotz aller Routine sollten Sie aber auch bei Körper-
pflege und Frühstück die Gelegenheiten zum Ener-
giesparen nicht verpassen. Eine warme Dusche ist schön entspannend, aus-
gedehnte Wasserspiele können jedoch teuer werden. Singen Sie darum während des Duschens ein kurzes Lied. Das macht gute Laune und Sie wissen, wann es
Zeit ist, sich abzutrocknen. Auch sonst gilt: Wasser abdrehen, wenn Sie es nicht brauchen, etwa beim Zähne-
putzen oder Einseifen. Fürs Frühstück lohnt sich der Einsatz von Kleingeräten. Kaffeemaschine und Wasserkocher sor-gen für warme Getränke, das Brötchenaufbacken über-
nimmt der Toaster und die Eier garen sparsam im Eierkocher.
Drei Minuten kürzer duschen spart in einem Vierpersonenhaushalt jährlich bis zu 200 Euro ein.
Im Wasserkocher wird Wasser pro Jahr um etwa5 Euro günstiger erhitzt.
Schlagerstar
Der solarbetriebene Milchschäumer "Solait100" steht am liebsten am Fenster.
Von Solarc, ca. 30 Euro
Sommerhit
Das "Freeplay Eye Max Solar Radio" wird per Solarzellen oder mit einer Kurbel aufgeladen.
Von Löw Energy, ca. 60 Euro
Zwischendurch einfach mal abschalten: grüne Tipps fürs Büro und den Heim-PC
In der Computerbranche liegt Nachhaltigkeit im Trend. Achten Sie beim Kauf auf niedrige Verbrauchswerte. Wählen Sie zum Beispiel ein Notebook anstelle eines Desktop-Computers, denn der tragbare Rechner ver-
braucht sehr viel weniger Strom. Nutzen sollten Sie außerdem den Stromspar-
modus Ihres Computers, den Sie über das Powermanage-
ment anwählen. So können Sie bis zu 90 Prozent der
Energie einsparen. Ein Bildschirmschoner ist hingegen nicht energie-
effizient, besser ist es, einen automatischen Stand-by-Modus einzustellen. Geräte, die länger nicht genutzt werden, sollten heruntergefahren oder vom Stromnetz genommen werden, seien es Drucker, Internet-Router oder Handyladegerät. Praktisch: eine Mastersteckdosenleiste mit Abschalttaste.
Im Vergleich zum PC sinken mit einem Notebook die Stromkosten um etwa 35 Euro pro Jahr.
Wer den Router nach dem Surfen abschaltet, spart jährlich gegenüber Dauerbetrieb etwa 20 Euro.
Ein Vierpersonenhaushalt spart beim Kochen mit Gas jährlich rund 50 Euro ein.
Mit Deckel auf dem Topf kocht es sich pro Jahr um etwa 10 Euro günstiger.
Wärmespender
Hält Speisen zwei Stunden heiß: Kochtopf mit Keramikhülle "Thermico"
von Beka, ca. 100 Euro
Kulinarische Genüsse bei geringem Verbrauch: So schmeckt es auch der Umwelt
Wenn Energiesparen auf dem Speiseplan stehen soll, wählen Sie die Topfgröße passend zur Herdplatte aus und vergessen Sie nicht den Deckel. Erhitzen Sie Nudel-
wasser vorher im Wasser-
kocher und nutzen Sie die Nachwärme von Herd und Backofen, indem Sie diese schon ein paar Minuten vor Ende der Garzeit abschal-
ten. Beim Aufwärmen von kleinen Portionen ist eine
Mikrowelle besonders sparsam. Wer gerade erst seine Küche einrichtet, sollte einen Gasherd in Erwägung ziehen, denn der überzeugt nicht nur Profiköche mit niedrigem Verbrauch. Wenn nach dem Essen Reste übrig bleiben, lassen Sie diese erst abkühlen, bevor Sie sie in den Kühlschrank stellen. Und den Abwasch erledigt bequem und umweltfreund-
lich eine Geschirrspülma-
schine.
Zeit für ein bisschen Hausarbeit: Saubere Wäsche dank Energie-
sparprogramm
Moderne Waschmaschinen sind sehr viel sparsamer und passen die Wassermenge der jeweiligen Maschinen-
füllung an. Aber auch wer noch kein Ökogerät besitzt, kann etwas tun. Wählen Sie niedrige Temperaturen (30 bis 60 Grad) und achten Sie darauf, dass die Trommel voll ist. Ein Trockner ist eine Energieschleuder, besser darauf verzichten. Auch Bügeln ist eine verschwen-
derische Sache. Überlegen
Eine Öko-Waschmaschine verbraucht pro Jahr etwa 60 Euro weniger als eine konventionelle.
Ein Vierpersonenhaushalt, der auf den Trockner verzichtet, spart etwa 100 Euro pro Jahr.
Schreibtischtäter
"Studio Hybrid" ist 70 Prozent sparsamer als andere PCs.
Von Dell, ab 650 Euro
Eine Energiesparlampe als Ersatz für eine 60-Watt-Glühbirne spart insgesamt 90 Euro ein.
Wer auf Stand-by-Betrieb verzichtet, senkt die Stromkosten um etwa 70 Euro pro Jahr.
Entspannte Unterhaltung: Machen Sie Schluss mit Leerlaufverlusten
Beleuchtung verbraucht rund zehn Prozent der gesamten Energie eines Haushalts. Nutzen Sie Energiespar-
lampen und planen Sie deren Verteilung so, dass in größeren Räumen einzelne Bereiche getrennt von-
einander beleuchtet werden können. Und vergessen Sie nicht, das Licht zu löschen, wenn niemand im Raum ist! Viele Geräte aus dem Bereich der Unterhaltungs-
elektronik wie TV oder Hi-Fi-Anlagen sind den ganzen
Tag im Stand-by-Betrieb. Das wird auf Dauer teuer. Andere Geräte fressen sogar Strom, sobald der Stecker am Netz ist. Mit einem Strommessgerät können Sie die Stromräuber ausfindig machen und dann gezielt abschalten.
Putzengel
Ein Energiesparwunder und fast voll recycelbar ist der "AirMax ÖKO AAM 6200".
Von AEG, ca. 210 Euro
Retromuschel
"Colombo" sendet kaum ungesunde Strahlung aus und verbraucht wenig Strom.
Von AEG, ca. 50 Euro
Traumhafte Aussichten: Wer nachhaltig lebt, kann nachts ruhig schlafen
Glückwunsch, wenn Sie unsere Tipps bis hierhin umgesetzt haben, aber es gibt noch mehr, was Sie tun können. Eine energetische Sanierung Ihres Zuhauses lohnt sich mit den richtigen Maßnahmen schnell. Große Einsparungen bringen etwa eine Gebäudedämmung oder ein modernes Heizsystem. Oder wie wäre es mit dem Wechsel zu einem Ökostrom-Anbieter? Das verbessert Ihre CO2-Bilanz
sogar, während sie schlafen. Denken Sie darüber nach.
Mit dem Wechsel zu Ökostrom spart ein durchschnittlicher Haushalt jährlich bis zu zwei Tonnen CO2 ein.
Elektrohelfer mit Sparpotenzial
Diese Geräte werden von "Stiftung Warentest" und "Öko-Test" empfohlen
Mikrowellen
Besonders verbrauchsarm sind laut "Stiftung Warentest" DeLonghi "MW 505 CV" sowie Sharp "R-898 AL-A", Testsieger bei Funktion und Handhabung ist jedoch Samsung "CE 1185 UB".
Wasserkocher
"Öko-Test" empfiehlt die Wasserkocher Krups "F LF1 44", Bomann "WK 504 CB" und Unold "Blitzkocher 8250", denn diese sind schnell und schadstofffrei