Erneuerbare Energien

Wärme mit gutem Gewissen

Sie wollen die Umwelt und Ihren Geldbeutel schonen, aber trotzdem nicht frieren? Dann steigen Sie um: Mit Holz, Sonne und Erdwärme heizen Sie klimafreundlich und besonders günstig

Hier können Sie sparen



Der Staat hilft

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle fördert den Umstieg im Rahmen des „Marktanreizprogramms Erneuerbare Energien“: Für Solarkollektoranlagen, Biomasseheizungen und Wärmepumpen werden Investitionszuschüsse vergeben. Detaillierte Informationen und sämtliche Antragsformulare finden Sie unter www.bafa.de.


Solar

Sonnenkollektoranlagen zur Warm- wasserbereitung und Heizungsunterstützung werden mit 105 Euro/m² gefördert. Bei reinen Brauchwasseranlagen gibt es 60 Euro/m² dazu.


Biomasse

Für jedes Kilowatt erhalten Sie 36 Euro Förderung, bzw. mindestens 1000 Euro (je nach Modell). Auch Holzhackschnitzel- und Scheitholzvergaser werden unterstützt.


Wärmepumpe

Der Einbau von Wärmepumpen wird je nach Anlage mit mindestens 5 Euro/m² Wohnfläche im Neubau und 10 Euro/m² Wohnfläche im Altbau gefördert.

Wer im Winter keine kalten Füße haben will, muss tief in die Tasche greifen: Der Preis für einen Liter Heizöl steuert die Ein-Euro-Marke an, und ein Ende der Bergfahrt ist nicht in Sicht. Hinnehmen müssen Sie das aber nicht, denn es gibt gute Alterna-
tiven. Heizen mit erneuer-
barer Energie überzeugt durch niedrige Betriebsko-
sten und eine positive Öko-
bilanz. Immer mehr Verbrau-
cher steigen deshalb um: Über eine Million Häuser in Deutschland haben bereits eine Solarthermie-Anlage auf dem Dach. Und zwölf Pro-
zent des gesamtdeutschen Wärmeverbrauchs wurden

2007 durch Wärmepumpen und Holzkessel erzeugt.


Eine Frage der Technik

Die drei ausgereiftesten Heiztechniken mit erneuer-
baren Energien sind Solar-
thermie, Wärmepumpen und Biomasse öfen mit Holzpel-
lets. Welche davon für Sie inFrage kommt, hängt von mehreren Faktoren ab: Wärmepumpen eignen sich am besten für gut gedämmte Niedrigenergiehäuser. Fürs Heizen mit Holzpellets brauchen Sie zusätzlich einen Lagerraum, und Solar-
thermie muss stets mit an-
deren Heizsystemen kombi-

niert werden. Bevor Sie sich entscheiden, sollten Sie checken, welche Variante für Ihr Zuhause am leichtesten realisierbar ist. Und haben Sie keine Angst vor den Investitionskosten. Klar dass eine neue Heizung mit Ko-
sten verbunden ist. Langfristig können Sie mit Pellets und Co. jedoch viel Geld sparen. Damit sich die Aufwendungen in Grenzen halten, sollten Sie staatliche Förderprogramme nutzen. Empfehlenswert ist das „Marktanreizprogramm Erneuerbare Energien“ des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

Solarthermie

Sonne satt: Kollektoren auf dem Dach tanken Wärme für Brauchwasser und Heizung

Vorteile

Egal ob Sie in Hamburg oder am Bodensee leben – die Sonneneinstrahlung ist in allen Regionen Deutschlands stark genug für eine solarthermische Anlage. Und: Die Sonne scheint umsonst. Brennstoffkosten entfallen bei Solarthermie darum komplett. Da sie mit anderen Heizsystemen gut kombinierbar ist, halten sich auch die Investitionskosten in Grenzen.

Nachteile

Solaranlagen eignen sich nur als Heizungsunterstüt-
zung. Allein mit Sonne zu heizen, ist momentan noch nicht möglich. Auch eine längere Speicherung der Wärme ist relativ aufwen-
dig.

Einsparung

Mit Solaranlagen zur Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung lassen sich bis zu 25 Prozent des Heizenergie-
bedarfs decken. Nach etwa 13 bis 16 Jahren macht sich eine solche Anlage, die etwa 8000 bis 12000 Euro kostet, bezahlt. Da Sonnenkollektoren äußerst langlebig sind, sind auch dauerhaft Einsparungen möglich.

Holzpellets

Energie aus dem Wald: Presslinge aus Sägespänen heizen Ihnen ordentlich ein

Vorteile

Mit Holz heizen Sie klima-
neutral, denn es wird beim Verbrennen nur so viel CO² freigesetzt, wie der Baum im Laufe seines Wachs-
tums bindet. Holzpelletöfen sind die komfortabelsten unter den Biomassehei-
zungen, da sie vollauto-
matisch arbeiten.

Nachteile

Pelletöfen sind nicht ganz billig. Mit etwa 10000 bis 14000 Euro Investitions-
kosten müssen Sie rech-
nen. Außerdem brauchen Sie einen trockenen Raum, in dem Sie die Pellets lagern können.

Einsparung

Die Wärme, die ein Pelletofen erzeugt, ist bei den heutigen Brennstoff-
kosten pro Kilowattstunde um rund 30 Prozent günstiger als bei einer Gas- oder Ölheizung. Die Investitionskosten für Ofen und Lagerraum haben sich so nach rund zehn Jahren amortisiert.

Wärmepumpe

Erde, Luft oder Wasser: Holen Sie sich Umweltwärme per Profi-Pumpe ins Hausg

Vorteile

Mit Wärmepumpen heizen Sie zu 100 Prozent emissionsfrei und – handelt es sich um ein gut gedämmtes Haus und eine effiziente Pumpe – sehr günstig. Je nach Budget und ört- lichen Gegebenheiten haben Sie die Wahl zwischen Erd-, Wasser- und Luftwärmepumpen.

Nachteile

Wärmepumpen kosten um einiges mehr als herköm-
mliche Öl- oder Gashei-
zungen. Lassen Sie sich ausreichend beraten, eine überdimensionierte Anlage ist unwirtschaftlich. Da die Anlagen elektrisch betrie-
ben werden, muss mit erhöhten Stromkosten gerechnet werden. Die Energieeffizienz der Pumpe sollte darum das wichtigste Auswahlkriterium sein. An kalten Tagen reicht die Umweltwärme zum Heizen oft nicht aus, dann muss eine Zusatzheizung ein-
springen.

Einsparung

Energiesparend heizen Wärmepumpen nur in gut gedämmten Häusern und wenn sie möglichst wenig Strom verbrauchen. „Stiftung Warentest“ empfiehlt Vaillant „Geotherm plus VWS 102/2“ für 9060 Euro. Dank günstiger Stromsondertarife für Wärmepumpen können sich die Heizkosten gegenüber Öl- und Gasheizungen mehr als halbieren. Die hohen Investitionskosten spielen sich so schnell wieder ein.