Betreten des Gemäldeserlaubt


Zementmosaikfliesen sind ein wahrer Augenschmaus. Mittlerweile ist die Bodenausstattung von Schlössern und Villen auch ins bürgerliche Zuhause eingezogen. Wie der große Auftritt gelingt

Ein prunkvoller Boden – in früheren Zeiten gemacht für Paläste, Kirchen und hoch-
herrschaftliche Villen. Heut-
zutage verschönert man auch ganz „normale“ Einfa-
milienhäuser oder Wohn-
ungen mit dem Keramik-
baustoff. Das hat seinen Preis: Im Gegensatz zu industriellen Fertigungen werden Zementmosaik-
platten noch in jahrhun-
dertealter Tradition herge-
stellt. Hierfür wird eine Mischung aus Marmormehl, feinem weißen Zement und

Farbpigmenten mit hohem Druck gepresst. In Hand-
arbeit entstehen dann die jeweiligen Plattenmuster – von Jugendstil mit verspiel-
ten, floralen Ornamenten bis hin zu modernen grafischen Mustern. Wer Wert auf Unikate legt, kann sich sogar individuelle Muster designen lassen (zum Beispiel bei www.
zementfliesen.com). Die Größen der Fliesen variieren: Von 10 x 10 Zentimeter bis 120 x 120 Zentimeter ist alles möglich.

Ein Bild von einem boden

Möchten Sie weniger Geld in Ihren Bodenbelag investieren oder nur Akzente setzen, können Sie unifarbene Flie-
sen mit farblich abgestim-
mten Bordüren und Eck-
fliesen kombinieren. So entsteht eine Teppichoptik, ähnlich wie man in früheren Zeiten Orientteppiche nach-
gebildet hat. Zementmosaik-
fliesen sollte man allerdings nur im Innenbereich verlegen, da sie nur eingeschränkt

frostsicher sind. In Flur oder Küche verspricht der Edel-
boden hingegen eine lange Lebensdauer und hat zudem temperaturregulierende Wirk-
ung. Ideal sind die Fliesen in Verbindung mit einer ener-
giesparenden Fußboden-
heizung – sie speichern die Wärme länger und leiten sie besser. Weitere Pluspunkte: Zementmosaikplatten sind umweltfreundlich und dün-
sten keine schädlichen Stoffe aus.

Geeignet für Allergiker

Ein solch luxuriöser Unter-
grund braucht sicher viel Pflege, denken Sie? Ganz und gar nicht. Fett-, Geträn-
ke-, ja sogar Nagellack-
flecken sind leicht zu entfer-
nen Bleibende Spuren wie Brandlöcher brauchen Sie nicht zu befürchten. Und auch Sonneneinstrahlung kann der Intensität der Farben nichts anhaben. Da sich Schmutz und Staub

leicht entfernen lassen, sind Zementmosaikfliesen bes-
tens für Staub- und Milben-
allergiker geeignet. Sollten die Platten nach einigen Jahren doch ein paar Ge-
brauchsspuren zeigen, kann man den Boden abschleifen und mit Hartöl behandeln. So entsteht wieder die seidig schimmernde Oberfläche, die auch viele weitere Jahre kratz- und fleckunempfindlich ist.

Geometrisch

Keine Angst, Sie müssen die Kästchen nicht zählen, im Gesamtbild sind quadratische Muster zu unseren Füßen schlicht und zugleich wirkungsvoll. „Ref 10194“ von Mosaic del Sur, ca. 73 Euro/m² (Abb. links) und „Art 10460/200“ von Kerana, ca. 62 Euro/m² (Abb. rechts)

Floral

Blumenmuster sind verspielt, aber wer an der Möblierung im Raum spart bzw. dezente Stücke wählt, läuft nicht Gefahr, dass es überladen erscheint. „Best.-Nr. 119.512.10031.00“ von Bau-Kontor, ca. 83 Euro/m² (Abb. links) und „REF 10151“ von Mosaic del Sur, ca. 82 Euro/m² (Abb. rechts)

Klassisch

Jugendstil, Historismus, Art déco, Bauhaus – viele Stilepochen können Sie nicht nur in Möbeln, sondern auch per Bodengestaltung auferstehen lassen. „Art 51028/170“ von Kerana, ab 84 Euro/m² (Abb. links) und „REF 10155“ von Mosaic del Sur, ca. 78 Euro/ m² (Abb. rechts)

Verlegen

Achten Sie darauf, dass sich kein Staub auf der Plattenrückseite abgesetzt hat. Damit das Fugengitter nicht das Farbmuster stört, sollten Zementfliesen mit einer geringeren Fugenbreite als Keramikfliesen verlegt werden. Für den Zuschnitt kann man einen elektrischen Nassschneider verwenden. Nachdem der Boden verfugt ist, die Oberfläche gut trocknen lassen und mit Hartöl imprägnieren.

Reinigen

Verwenden Sie keine säurehaltigen Mittel oder Zement-
schleierentferner, diese greifen die Oberfläche zu stark an. Geeignet sind rückfettende Seifen (z. B. Schmierseife). Dank der drei Millimeter dicken Dekorschicht können hartnäckige Flecken mit feinem Schleifpapier (300er- bis 600er-Körnung) oder Scheuerschwamm vorsichtig abgerieben werden. Intensive Farben und leichten Glanz erhalten Sie durch Einwachsen mit Schwämmen oder Lammfellwischern.

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