Rund sechs Milligramm Staub pro Quadratmeter entstehen täglich in einem Haushalt. Damit er schnell wieder verschwindet, wurde der Staubsauger erfunden. Was Sie beim Kauf beachten sollten
Rund 50 Stunden jährlich ist ein Staubsauger im Haushalt einer vierköpfigen Familie im Einsatz.
Damit ihm nicht so schnell die Puste ausgeht, sollten Sie schon beim Kauf auf Saugleistung, Handha-
bung und Umwelteigenschaf-
ten sowie Ergonomie und Gewicht achten, rät Jürgen Tewes von der Stiftung Warentest.
FILTER HALTEN DIE LUFT SAUBER
Wie saugstark ein Gerät ist, hängt nicht von hohen Watt-
zahlen ab. Diese bringen nur höhere Stromkosten. Die Saugkraft misst sich in „air watt“ oder Kilopascal (kPa).
Die Richtwerte liegen zwi-
schen 250 und 400 „air watt“ oder 13 und
20 kPa. „Beson-
ders Allergiker sollten auf das Staubrückhaltevermögen achten“, sagt Experte Te-
wes. Ausschlaggebend ist, wie viel Staub und Schmutz im
Gerät hängen bleiben und nicht wieder herausgepustet werden.
Unterstützend wir-
ken Filter. Mehrfachfilter aus Papier oder Mikrovlies sind die gängigsten Modelle, HEPA-Filter
(„High Efficiency Particulate Air Filter“) tren-
nen die belastete Raumluft sogar fast komplett ab. Für alle Filter gilt: mindestens alle zwei Jahre wechseln.
Powerpaket im Alien-Look
Der „DC24“ sieht aus, als sei er jedem Schmutz gewachsen. Mit seinem Ball-System ist er besonders leicht zu lenken. Dazu saugt er mit Zentrifugalkraft ohne Staubbeutel. Preisgekrönt mit dem RedDot Design Award. Von Dyson, ca. 400 Euro
Reiniger mit Modelmaß
Lang und schmal, dazu kabel- und beutellos saugt der „Ergorapido“. Akkus liefern die Energie. Von AEG, ab 210 Euro
Selbstreinigend
Vollautomatisch bewegt sich dieser Saugroboter durch den Raum. Dank Ultraschall eckt er auch nirgends an. Ein Timer legt die Reinigungszeiten fest. „Trilobite 2.0“ von AEG Electrolux, ca. 1800 Euro
BEUTEL ODER BOX?
Vorteil von Beutelsaugern ist ihr niedrigerer Preis sowie das schnelle und hygieni-
sche Auswechseln des Beu-
tels. Andererseits lässt die Saugleistung
stetig nach. Der britische Ingenieur Ja-
mes Dyson erfand vor über 20 Jahren den beutel- und filterlosen Staubsauger mit Zyklonprinzip. Die Technik funktioniert wie eine Mini-
zentrifuge.
Die relativ hohen Anschaffungskosten amorti-
sieren sich dank fehlender
Folgeausgaben nach zirka vier Jahren.
Guter Freund für alle Staublagen
Stiftung
Warentest ist überzeugt:
Dieses Gerät
von Miele hat die beste
Saugleistung und einfach-
ste
Handhabung.
„S5 Ecoline green“,
ca. 210 Euro
Dieser Tiger folgt Ihnen wie ein Schatten
Klein und wendig ist der Bodenstaubsauger von Vorwerk. Für alle Bodenbeläge geeignet. „Tiger 260 mit Elektrobürste 360“, ab 890 Euro

HANDHABUNG UND ZUBEHÖR
Ob Boden- oder Handsauger ist Geschmackssache. Manche Experten sagen, man erreiche mit einem Handsauger den Dreck in Ecken und unterm Bett schlechter. Andere bemängeln den Aufwand, ein Bodengerät nur für eine kleine Saugsession hervorzuholen. Standard bei allen Saugern ist eine Kombibürste, die für Teppiche und Hartböden geeignet ist. Velourteppich- und Haustierbesitzer sollten die Investition in eine Elektrobürste überlegen.
Einer für alle: der Zentralstaubsauger
Mit einer Spezial-Keller-
anlage können Sie im ganzen Haus
kabellos reinemachen – Saugschlauch einstecken genügt
1. DAS REINIGUNGSPRINZIP
Kein Staubsaugerschleppen mehr – mithilfe eines zentralen Systems verschwindet Schmutz einfach in der Wand. Dafür stecken Sie den Saugschlauch in vorinstallierte „Steckdosen“ (siehe Skizze), hinter denen Rohre den Staub in einen Auffangbehälter transportieren. Der Hauptsauger versteckt sich meist im Keller.
2. KEIN LÄRM, KEIN GESTANK
Geräuschlos lassen sich die Zimmer reinigen, der Motor des Saugers befindet sich schließlich a ußerhalbd esW ohnbereichs. Eingesaugtes verschwindet direkt und hinterlässt keine Gerüche mehr.
3. ALLERGIKERFREUNDLICH
Weiterer Vorteil des zentralen Entstaubens: Der gesundheitsschädliche Mikrostaub verbleibt nicht im Wohnbereich. Herkömmliche Staubsauger pusten Staub, Milben und Sporen oftmals wieder in den Wohnraum zurück.
4. EINBAUMÖGLICHKEITEN
Am einfachsten ist die Installation eines zentralen Systems in einem Neubau – hier können Rohre und Anschlüsse passend eingebaut werden. Es ist aber auch möglich, sein Zuhause – egal ob Haus oder Wohnung – mit einem Zentralstaubsauger nachzurüsten. Bestehende Schächte, stillgelegte Kamine oder Fußleisten dienen als Wege für die Saugröhren.
5. PREIS
Der Einbau in einen Neubau beläuft sich auf etwa 2500 bis 3500 Euro. Eine Nachrüstung ist teurer: Bis zu 5000 Euro muss man einplanen. Dafür entstehen keine Folgekosten. Lediglich alle drei Jahre sollten die Filter gewechselt werden für zirka 50 Euro.