Nach einem Umzug sollte die Haustechnik möglichst schnell wieder funktionieren. Jetzt ist außerdem die Gelegenheit günstig, Ihr Home-Office auf den neuesten technischen Stand zu bringen

Für Selbstständige ist es ein Muss: Wer zu Hause sein Geld verdient, sollte auf perfekte Bürotechnik und Telefonkommunikation bau-
en. Für diejenigen, die den Einstieg erst planen, heißt es, sich rechtzeitig über Angebote und Technik-Einmaleins zu informieren, sonst ist man im Produkt-
dschungel schnell verloren. Sie haben einen IT-Spezia-
listen im Verwandten- oder Freundeskreis, der Sie be-
raten kann? Herzlichen Glückwunsch! Alle übrigen Anfänger können IT-Studen-
ten oder Fachleute über Uni- oder Hochschul-Sekretariate, über Jobbörsen und Fach-
handel kontakten. Klären Sie, ob er oder sie bereit wäre, auch kurzfristig bei Problemen zu helfen. Die Investition (manchmal nur wenige Stunden) wird sich rechnen, denn eine verrückt-
spielende Technik verursacht nur Ärger und verschwendet Zeit und Geld.
Übertragung
Ist Ihr Telefonanschluss noch analog oder bereits digital? Beim Telefonieren mit ISDN (Integrated Services Digital Network) können Sie über einen Amtsanschluss zwei oder mehrere Kanäle gleichzeitig nutzen – für Telefon, Fax und Internet zum Beispiel. Die Verbindung ist deutlich schneller, was sich vor allem bei der Einwahl ins Internet lohnt. Für analoge Endge-
räte, die an eine ISDN-Leitung angeschlossen werden sollen, benötigt man einen Terminal-Adapter oder eine ISDN-Telefon-
anlage mit analogen Nebenstellenanschlüssen. Telekommun-
ikationsexperte Markus Joncker von www.technikprofi24.de: „Zurzeit bildet ISDN die Basis für alle anderen Telefonnetze, hat aber mit DSL starke Konkurrenz bekommen.“
ISDN Plus DSL
Die „Digital Subscriber Line“ wurde speziell für den Internet-
zugang von Privatkunden konzipiert und ist deutlich schneller als die ISDN-Internetverbindung. Das kostet zusätzlich, ist aber sehr bequem, wenn man den ganzen Tag nonstop online sein muss und Daten schnell senden bzw. empfangen möchte. „Vereinbaren Sie mit Ihrem Netzbetreiber eine DSL-Flatrate für die Kombination von ISDN-Zugang und DSL“, erklärt Markus Joncker. „Der positive Nebeneffekt: Falls DSL mal ausfällt – und das kommt vor – lässt sich wenigstens noch mit ISDN telefonieren.“ Für solch einen Zugang benötigt man den DSL-
Router. Bewährt hat sich zum Beispiel die „FritzBox Fon WLAN 7170“ von AVM. Dieses Gerät bringt mehrere Computer ins Internet – je nachdem per Kabel oder Funk (WLAN) –
es verschlüsselt die Daten und ist außerdem für Telefonfunktionen gut gerüstet.
James-Bond-Tauglich!
Diese Schutzfolie schirmt neugierige Blicke Ihrer Sitznachbarn in Zugabteil oder Café ab.
„Vikuiti“ von 3M, ab 40 Euro
Laptop-Lift
Wer das Notebook auf dem Schreibtisch nutzt, sollte den Monitor auf Augenhöhe platzieren – dieser Stand-
fuß sorgt für Ergonomie.
„Elevator“ von Griffin über Apple, ca. 50 Euro
Durchhänger fürs Handy
Endlich Schluss mit Stolperfallen: Halter über das Ladegerät hängen, Kabel herumwickeln, und Ihr Mobiltelefon ist sicher vor Fußtritten.
Von Driinn, ca. 5 Euro
Klappe auf, Laptop raus
Verschlossen sieht es aus wie ein Schuhschrank,doch dahinter verbirgt sich ein Mini-Arbeitsplatz für Laptop, Router und weitere Utensilien.
Von Ikea, ca. 49 Euro
WLAN
Übersetzt heißt WLAN (Wireless Local Area Network) draht-
loses lokales Netzwerk. Dank praktischer Funkverbindung kann man gemütlich auf dem Sofa sitzen, dabei im Internet surfen und E-Mails schreiben. Aber Achtung, Ihr WLAN-Netz-
werk muss gesichert werden, damit Hacker keine sensiblen Daten ausspionieren können. Am sichersten ist eine WPA- oder WPA2-Verschlüsselung. Achten Sie beim Neukauf darauf, dass die Hardware WPA unterstützt. Und wählen Sie kein zu simples Passwort, das leicht geknackt werden kann. Auch Cafés und Hotels bieten kabellose „WLAN-Hotspots“ für den E-Mail-Check von unterwegs an. Geben Sie persönliche Daten nur auf verschlüsselten Seiten an. Sichere Websites erkennen Sie im Adressfeld an „https//“.
Stiftung Warentest hat Notebooks und Multifunk-
tionsdrucker überprüft. Die Empfehlungen:
Notebooks für 1000 Euro
Für alle, die oft unterwegs arbeiten, lohnt sich ein Note-
book. Die Auswahl ist riesig, auch schon für 1000 Euro sind einige gute Modelle auf dem Markt. Bei 14 Note-
books aus dieser Preisklas-
se hat Stiftung Warentest Hardware und den Service der Anbieter getestet. Alle Modelle schnitten im Geräte-
test besser aus als bei der
Bewertung der Hotline. Das Apple MacBook 2,1 GHz für 999 Euro überzeugte durch seine bequeme Handhabung, eine extrem hohe Akku-Lauf-
zeit und gute Umwelteigen-
schaften. Schwachpunkt des Geräts ist jedoch seine Hard-
ware-Ausstattung. Hier war Apple sogar Schlusslicht im Test. Zweiter Testsieger wurde das Windows-Vista-Notebook Acer Aspire 5920G für 1010 Euro. Den Aus-
schlag gaben hier seine vielseitige Ausstattung sowie seine gute Rechenleistung bei Büro-, Multimediaanwen-
dungen und Spielen.
Drucker-Scanner-Kombis
Multifunktionsgeräte können nicht nur Drucken, sondern auch Scannen und Kopieren. 14 Drucker-Scanner-Kombi-
geräte, zwölf mit Farbtinten- und zwei mit Schwarzweiß-Laserdruck wurden von Stif-
tung Warentest auf ihre Lei-
stung und ihren Preis getes-
tet. Die besten Ergebnisse lieferte der Canon Pixma MP610 für 192 Euro. Das Gerät zeigte sich besonders beim Drucken und Kopieren leistungsstark. Beim Scan-
nen überzeugte der einfacher ausgestattete HP Officejet
Pro L7480 für 225 Euro, der noch dazu am günstigsten aller Testdrucker Text druckt. Preiswertere Geräte unter 100 Euro, sind auf Dauer oft teurer, da die Tintenkosten hier meist höher sind. Wer keine Farbdrucke benötigt, aber Wert auf sehr gute Textdrucke legt, ist mit den beiden Schwarzweiß-Laser-
druck-Geräten des Tests gut bedient. Sowohl der HP LaserJet M1005 MFP für 156 Euro, als auch der Samsung SCX-4200 für 137 Euro schnitten gut ab.
Alle weiteren Informationen zu den Tests finden Sie unter www.test.de
Telefonanlage
Auf einer Leitung telefonie-
ren, auf der anderen nimmt Ihr Anrufbeantworter den zweiten Anruf entgegen – eine Telefonanlage für ana-
loge und ISDN-Endgeräte (z. B. „T-Com Eumex 800“, ca. 200 Euro) macht es möglich. Auch der An-
schluss eines externen Faxgerätes und Internetzu-
gang per eingebauter Rout-
er-Funktion ist kein Pro-
blem.
Faxgerät
Wer nur einmal im Jahr ein Fax verschickt, benötigt kein externe Station. Sinn-
voller sind Multifunktions-
geräte, mit denen Sie scannen, drucken, fotoko-
pieren und faxen können.
Anrufbeantworter
Es gibt ihn als externes Gerät für die Telefonanlage, mit Adapter für die Telefon-
dose oder virtuell als T-Net-
Box. Diese kann Nachrich-
ten zwar unbegrenzt spei-
chern, allerdings muss sie beim Verlassen der Wohn-
ung jedes Mal neu aktiviert bzw. bei der Rückkehr de-
aktiviert werden. Tipp: Part-
ner oder Kinder im Heim-
büro nicht ans Telefon gehen lassen, das wirkt unprofessionell.
Computer-telefonieren
Telefonieren übers Internet: "Voice over Internet Pro-
tocol", kurz VoIP. Wer häufig ins Ausland tele-
foniert, kann viel Geld sparen. Kommunizieren beide Gesprächspartner über VoIP-Tools, fallen nur die Internetgebühren an, bei einer DSL-Flatrate ist es quasi kostenlos. Sie brauchen dafür nur einen Computer, Kopfhörer plus Mikro oder – für analoge Telefone – einen Adapter bzw. ein VoIPTelefongerät. Kostenlose Programme zum Download: skype.de oder sipgate.de