Irgendwann altert und verkalkt auch die gepflegteste Wanne. Kein Grund, gleich eine neue zu kaufen. Kleinere Ausbesserungen wie Emaille- oder Acryl-Reparaturen können Sie selbst erledigen. Bei größeren Problemen hilft professionell der "Badewannen-Doktor"
Manchmal hat selbst die neue
Traumwohnung einen Schönheitsmakel,
und der befindet
sich häufig im Ba-
dezimmer. Verkalkte
Ar-
maturen, verfärbte Fugen oder
schmutzige Duschwan-
nen können
einem den Ba-
despaß nach dem Umzug
schnell vermiesen. Wer nicht gleich in
eine neue Wanne investieren will, kann
erst einmal selbst Hand anlegen. Im
Sanitärfachhandel oder in Baumärkten
gibt es Repara-
tursets zur Ausbesserung
von Porzellan, Emaille und Acryl. Per
Lackstift lassen sich kleine Beschädigungen
und Kratzer kaschieren. Spezielle
Wannengummis
entfernen Schmutz und
Ab-
lagerungen. Und Pflegepro-
dukte
(z. B. Acrylpaste) – mit einem weichen
Lappen unverdünnt aufgetragen – polieren
die Wanne wieder auf Hochglanz.
Aus den Fugen geraten?
Ein weiteres No-go im Ba-
dezimmer sind
fleckige oder gar verschimmelte Silikon-
fugen.
Zwar kann man ihnen mit Essig
zu Leibe rücken, aber als besonders
pflege-
intensive Fugen sollte man sie
ohnehin von Zeit zu Zeit erneuern. Dafür
entfernen Sie die alte Dichtmasse mit
einem Fugenkratzer (z. B.

„Fugenhai“
von Henkel, ca. 4 Euro). Hartnäckige Reste
löst ein Silikonentferner.
An-
schließend
wird die Fuge mit Alkohol gründlich
gereinigt, Schimmel muss restlos
ent-
fernt werden. Dann kann die neue Fugenmasse
(z. B. „Sista Schimmel Blocker“
von Henkel) per Kartuschen-
pistole
eingespritzt werden. Nach Möglichkeit
sollte man dabei nicht absetzen, damit
die Silikonmasse gleichmä-
ßig austritt.
Überschüssiges mit einem Glätt-
Cutter ab-
ziehen. Tipp: Wenn Sie die Ränder
vor dem Einsprit-
zen mit
Klebeband abde-
cken, wird’s ordentlicher.

Einsatz im Feuchtgebiet
Den "Badewannen-Doktor" gibt’s tatsächlich
Neuem Schimmel vorbeugen
Damit Schimmel erst gar nicht entstehen
kann, sollten Sie Ihre Lüftungsgewohnhei-
ten
checken. Nach dem Du-
schen
oder Baden immer stoßlüften, damit die
Feuch-
tigkeit entweichen kann. Hil-
freich
ist es auch, die Flie-
sen mit einem
Abzieher zu trocknen, damit das Wasser
nicht stundenlang in den Fugen steht.
So operiert der "Badewannen-Doktor"
Das Schweizer Unternehmen
Respo-Technik
repariert und restauriert
unter diesem
Na-
men weiße und farbige
Ba-
dewannen
per Hausbe-
such. Auch
hierzulande gibt
es bundesweit Gebietsver-
tretungen
(Adressen
siehe (www.badewannen-doktor.ch). Die
Profis kom-
men vorbei,
bessern Email-
le und
Acrylschäden
sowie hässliche Kratzer
sofort aus, schleifen
und polieren die
Wanne auf Hochglanz
oder setzen eine
neue Schicht aus Zwei-
Komponenten-Acryllack
auf die alte
Ober-
fläche.
Ist die
Badewanne
nicht mehr
zu retten, kann sie
ausgebaut und durch
eine neue Wechselwanne
ersetzt werden
– die Flie-
senumrandung
wird dabei nicht
beschädigt. Möglich
ist sogar, eine neue
Wanne in die bestehende
zu setzen. Den
Namen „Badewannen-
Doktor“ hat sich das
Unter-
nehmen übrigens
gesetzlich schützen
lassen. Selbst-
verständlich
bieten auch
andere Firmen in Ihrer
Nähe ähnliche Reparaturleistungen
an.
Wanneneinbau selbst gemacht
Step by step zum Plantschvergnügen


Ausmessen und Ablauf montieren
Als erstes den Haupt-
hahn
zudrehen und
die Leitungen leeren.
Dann Abstände und Höhen ab-
messen und
die Ablauf-
garnitur mit Überlauf anbringen.
Umkleidung bauen
Für die Umkleidung
Gips-
karton zurechtschneiden
oder einen
Wannenträger aus
Polystyrol verwenden,
der mit Mörtel am Boden
befestigt wird. Dann: Arma-
turen
und Wannenauslauf montieren

Trägergestell montieren
Höhenverstellbare Trägerfüße aufstellen und die Badewanne anschließend aufsetzen. Füllen Sie sie mit Wasser und richten die Füße per Wasserwaage aus.

Rand untermauern
Nun kann die Verkleidung (zum Beispiel mit Planblocksteinen) ummauert werden. Revisionsöffnung für den Zugang zum Ablauf unbedingt aussparen.

Verkleidung fliesen
Nun die Fläche fliesen,
für den Ablauf Revisions-
rahmen
verwenden
und die Ränder
mit Sanitätsilikon
verfugen. Weitere Infor-
mationen finden
Sie unter www.obi.de,
Suchwort „Wanne einbauen“.