Manche Altbauwohnung ist traumhaft schön, hat aber nur ein kleines, dunkles Bad. Mit ein paar Umbaumaßnahmen, neuer Einrichtung und edlen Accessoires verwandelte sich hier eine Dunkelkammer in eine Komfortzone
Zu Hause im Umbau-Glück
Die Hamburger Jörn Wiemann (rechts) und Amin Huschi sind stolz auf ihr maßgeschneidertes Bad


Eigentlich war sie perfekt, die neue Altbauwohnung in Hamburg-St. Pauli. Wäre da nicht das kleine WC gewe-
sen. Dazu noch eine Nass-
zelle, die bis dahin ohne Waschbecken auskommen musste und lediglich mit einer Campingdusche aus-
gestattet war. Klar, dass dies nicht so bleiben konnte.
Jörn Wiemann beschloss, bei der Gestaltung seines neuen Wunschbades keine Kompromisse einzugehen. Er übergab die Planung einem Architekten – nicht ohne diesem seine eigenen Vorstellungen mit auf den Weg zu geben. „Wichtig war
mir, dass der Raum groß-
zügig wirken sollte, dafür war ich auch bereit, ein paar Quadratmeter von der Küche abzugeben“, sagt Wiemann. Er ließ zwei Wände verset-
zen, eine Tür schließen – schon tat sich ein opulenter Raum auf, der genug Platz bot für Waschtisch, Dusche, WC und Wanne.

Blickfang
Der Waschtisch aus Nussbaum kombiniert mit dunklen Bodenfliesen wirkt sehr edel
Klare Verhältnisse
Die transparente Duschkabine macht den Raum luftig und großzügig. Zwei schmale Oberlichter lassen zusätzlich Tageslicht herein
Wie natürlich gewachsen
Wer heute das gemütliche Bad betritt, kann sich kaum vorstellen, dass der Raum nicht schon immer so im Grundriss vorgesehen war. Drei Monate dauerte es von der Planung bis zur fertigen Wellness-Lounge: Zunächst wurde die Decke abgehängt, damit Spotleuchten versenkt werden konnten. Weil in Altbaudecken häufig Stroh-
matten verarbeitet sind, durfte sonst kein Strom fließen. Sämtliche elektri-
schen undSanitärleitungen mussten neu installiert werden. Die alten Holzdielen
wurden mit einer Spezial-
schicht versehen, darauf dunkle Fliesen verlegt. Eine extragroße Wandheizung sah Wiemann als Wärme-
spender vor. Nebenbei lassen sich so Handtücher bequem vorwärmen oder nach dem Duschen rasch trocknen. Schließlich zogen die neuen Möbel ins individuelle Bad ein – darunter ein maßgefertiger Waschtisch aus Nussholz mit ganz besonderem Innen-
leben. Dieser versteckt zum Beispiel eine Stromschub-
lade, in der Föhn, Rasierer usw. angeschlossen werden. Ein XXL-Fach bietet Raum für
das Behälter-Sammelsurium von Zahnpasta bis Badeöl, das sonst nur optische Un-
ruhe ins Zimmer bringen würde. Highlight der Kompo-
sition ist der sehr große Spiegel. „Ich wollte lieber auf Wandfliesen verzichten. Deshalb habe ich eine großzügige Spiegelfläche gewählt, in die Armatur und Wandleuchten integriert wurden“, erklärt Jörn Wie-
mann. Auch das unter-
streicht die klare Linie des Raums.
Für ein langes Dusch-Leben
Bei der Wahl von Wasch-
tisch bis Wanne setzte Wiemann auf Qualität (z.B. von Kaldewei, Duravit). „Auch wenn man zunächst ein paar Euro mehr investiert, auf lange Sicht lohnt es sich, nicht zum erstbesten Son-
derangebot im Baumarkt gegriffen zu haben“, so Wiemann. Schließlich soll das Luxusbad lange in frisch erschaffener Schönheit strahlen.
Auszeit vom Alltag
Die durch den Umbau entstandene Nische bietet Platz für eine 100 x 190 cm große Wanne.
Ein Kerzen-Ensemble schafft romantische Stimmung zum Relaxen





Feintuning
Dekorative Accessoires in warmen Holztönen geben dem Bad Charme und eine persönliche Note
Fließender Spiegel
Als optische Einheit kom-
men Wandspiegel und Armatur daher. Perfekte Ergänzung: die schlichte Waschschüssel

Für Sie ist ein Badezimmer mehr als nur Wanne, Waschbecken und WC? Mit diesen stilvollen Elementen zieht Luxus bei Ihnen ein
Extravaganter Vierbeiner
Der spanische Stardesigner Jaime Hayón hat sich an dieser Wanne ausgetobt. Wer in dieses Badmöbel abtaucht, stellt fest, dass Wellness-Oase kein leerer Begriff ist.
von ArtQuitect, ab 5500 Euro
Seife auf dem Präsentierteller
Wie von Geisterhand getra-
gen wirkt dieser Seifenhal-
ter aus Edelstahl an Wan-
nen oder Waschbecken.
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chromten Handtuchhalter.
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