Holz im Bad

Haben wir Sie dabei ertappt, dass Sie bei dieser Kombination ins Grübeln kommen? Dabei passen der Naturklassiker und Nasszellen bestens zusammen

Mini-Lösung

Schon ein bisschen Holz – als Waschbeckentisch oder Spiegel – schafft modernen Country-Style

Maxi-Lösung

Eine hölzerne Badewanne ist ein wahrer Wellnesstraum

Das alte Vorurteil sitzt fest in vielen Köpfen: Badezim-
mer und Holz vertragen sich nicht. Feuchtigkeit und Wasserdampf würden dem natürlichen Rohstoff nur schaden. Dabei kommt es lediglich auf die richtige Qualität, Verarbeitung und

Pflege an, denn schließlich halten zum Beispiel Holz-
türen und -küchenmöbel ebenso Einflüssen durch Feuchtigkeit stand. In un-
sere Bäder ziehen daher immer mehr hölzerne Waschbecken und Bade-
wannen ein, die mit einem

rustikalen Waschzuber aus Großvaters Zeiten nichts mehr gemeinsam haben. Sie sind edler Blickfang und lassen den Raum deut-
lich wohnlicher wirken. Letzteres können Sie aus-
serdem durch ein Holzpar-
kett erreichen.

Zweiraum Waschbecken

„Ant“ (50 x 120 cm) aus Teakholz. Von Plavis, ca. 2500 Euro

Die perfekte Welle

Waschtisch „Gab 350“ lässt nichts überschwappen. Von Agape, ca. 3065 Euro

Verkleidung aus Holz


Um Ihrem Bad den passenden Natur- Look zu geben, können Sie die Keramikwanne oder aber eine komplette Wand mit Holz verkleiden. Hier ist eine Hinterlüftung nötig, damit sich kein Kondenswasser bildet. Und als oberstes Gebot gilt: Immer gut lüften, damit sich kein Schimmel bilden kann.

Händewaschen in Kiefer

Bakterien? Keine Chance! Studien der Biologischen Bundeanstalt für Land- und Forstwirtschaft haben be-
wiesen: Einige Holzarten, darunter Kiefer, Eiche und Lärche, können Bakterien aufnehmen und abtöten.

Helles Holz, große Wirkung

Dunkle Hölzer wie Teak, Wenge und Mahagoni lie-
gen noch immer im Trend. Leichter, weniger pflegeintensiv und optisch vergrößernd wirken dagegen helle Materialien.

Hölzern verstaut


Die Serie „Nara“ von Pom D’or gibt es in drei Holzdesigns. Preis auf Anfrage

Keine scharfen Reiniger

Mit einem feuchten Mikro-
fasertuch und Naturseife sollte man Holz-Wasch-
becken (auch Wannen) pflegen. Am besten an-
schließend kurz trocken reiben.

Baden in der Nussschale


„Abby“ von Plavis, ca. 16000 Euro

Baden wie auf einerWaldlichtung

Für gutes Raumklima

Aus einer Naturwanne möchten sie gar nicht mehr aussteigen: Denn Holz ist hygienisch und zeichnet sich durch eine hautsympathische Oberfläche aus. Noch dazu bleibt das Wasser aufgrund der geringen Wärmeleitfähigkeit von Holz länger mollig warm.

Zusätzliche Pflege

Zusätzliche Pflege Wie Waschbecken sollten auch Badewannen nicht mit al-
koholhaltigen Produkten oder Kalkentfernern gerei-
nigt werden. Stattdessen werden sie nebelfeucht abgewischt und zwei- bis dreimal jährlich mit Hart-

wachsöl eingerieben. Wei-
terer Vorteil: Schmutzrän-
der haben hier keine Chan-
ce, da sich Holz statisch nicht auflädt. Allerdings sind Holzwannen nicht ge-
rade billig. Preiswerter: Verkleiden Sie Ihre Wanne mit Holz (Anleitung z. B. www.baumarkt.de)

Ab in den Kasten


Badewanne „VAS 902“ aus der Serie „Woodline“ von Agape, ca. 12670 Euro

Holzgarage


Hier finden Tuben und Tiegel ihre ordentliche Heimat. „Dragan“ von Ikea, ca. 16 Euro

Hat den Bogen raus


– das Duschpaneel „Plana“ aus versiegeltem Palisanderholz. Von Herzbach, ca. 4100 Euro

Hier taucht die Wanne ab ins Holzkleid


Modell „Lb3“ mit Einfassung aus Esche-Echtholzfurnier. Von Laufen, ab 4000 Euro

Stauraum im Feuchtgebiet

Auf Versiegelung achten


Nicht alle Badezimmermöbel kommen direkt mit Wasser in Berührung, doch auch für sie gilt: Die Oberflächenbe-
schichtung muss (auch an den Kanten) lückenlos geschlos-
sen sein, damit keine Feuchtigkeit eindringen kann. Wird eine Spanplatte feucht, kann sie mit der Zeit aufquillen.

Wasserflecken - wisch und weg

Rund ums Waschbecken können Wasserspritzer dauerhafte Spuren hinterlassen. Auch wenn badezimmertaugliche Möbel wasser-, dampf- und temperaturbeständiger als andere Möbel sind, wischen Sie Wasserspritzer lieber sofort weg, um unschöne Kalkflecken zu vermeiden. Außerdem profitieren Möbel von regelmäßigem Lüften, so wird Schimmelbildung vermieden. Als Faustregel gilt: Besser stoßlüften als das Fenster dauerhaft zu kippen.

Waschbeckenthron


Konsole aus der Serie „Fogo“ von „Duravit“, ca. 670 Euro

Viel-Fach nützlich


Dank vertikaler Schiebetür ist alles griffbereit. Regal „MOB 320“ ist in zwei Breiten (30 & 60 cm) erhältlich. Von Agape, ab 1690 Euro

Für beste Gesundheit


sorgt Medizinschrank „Björken“ von Ikea, 45 Euro

Luftiger Unterbau


„Palena“ aus geölter Eiche inkl. Waschbecken. Von Habitat, ca. 960 Euro

Holz auf Wand

Wenn Sie gleich eine ganze Wand im Bad mit Holz täfeln möchten, ist eine ausreichende Hinterlüftung unerlässlich. Mit einer „Konterlattung“, die quer zur Traglattung genagelt oder geschraubt wird, können Unebenheiten ausgeglichen und Raum für die Hinterlüftung gewonnen werden. Wenn Sie die Profilbretter senkrecht anbringen, können Wasser und Feuchtigkeit außerdem besser abperlen.

Hinter Lamellen


Schmutzwäsche verschwindet im Hocker der Badserie „Acacia“ aus Akazienholz. Von Moewe, ca. 100 Euro

Eine kleine Spende


Flüssigseife schenkt der Spender aus Kautschukholz. Wer’s am Stück mag, es gibt auch eine Seifenschale. Von Habitat, ca. 20 Euro

Extra Tipp


Fußwarm unterwegs


Warum Spritzwasser und Holzboden durchaus eine Allianz eingehen können

Parkett

Achten Sie bei der Auswahl auf die geeignete Holzart. Lärche oder Eiche quillen nicht so schnell wie Buche oder Ahorn. Die beste Wahl fürs Bad sind tropische Harthölzer aus nachhaltiger Forstwirtschaft oder sogenannte Thermohölzer. Bei diesen werden zum Beispiel Esche oder Fichte ultrahoch erhitzt, sodass sie danach perfekt in Nassbereichen eingesetzt werden können. Einige Hersteller führen speziell „Feuchtraum geeignetes“ Parkett (z. B. Haro).

Die richtige Pflege

Am besten eignen sich fürs Bad geöltes oder gewachstes Parkett. Die Versiegelung verhindert, dass Feuchtigkeit eindringt. Dennoch empfiehlt es sich, Wasserlachen sofort aufzuwischen und den Raum regelmäßig zu lüften. Reinigen können Sie Holzböden mit milden Reinigungsmitteln. Zwei- bis dreimal im Jahr braucht Ihr Boden eine ölige Kur mit Hartwachs – so quillt das Holz nicht auf.

Perfekte Imitatoren

Für die Holzoptik lässt sich auch der PVC-Designbo-
denbelag „Allure“ auf Flie-
sen schwimmend verlegen (www.allure-flooring.de). Vorteil: Er lässt sich rück-
standslos entfernen.

Hoch hinaus


Die „Decor Walther“-
Handtuchleiter aus Esche schmiegt sich in Mini-
bädern an die Wand. Bei www. badundbaden.de, ca. 200 Euro

Sauberstab


Für den edlen Auftritt neben dem WC: „DW Bürstengarnitur“ aus geöltem Buche. Bei badundbaden.de, ca. 130 Euro