Problemzone Bad? Diefünf besten Lösungen

Kleines Bad, großer Auftritt - wie Sie eine unscheinbare Nasszelle kostengünstig in eine Wohlfühloase verwandeln können

Problemzone 1+2

Wenig Licht, schlechter Grundriss

Bei den meisten von uns ist das Bad der kleinste Raum in der Wohnung. Damit auch in einer fensterlosen Nasszelle beim morgendlichen Duschen die Sonne aufgeht, ist funktionales Gute-Laune-Licht nötig. Lampen am Spiegel dürfen nicht blenden. Im Idealfall positionieren Sie die Leuchten nicht oberhalb, sondern rechts und links des Spiegels. Eine Maxi- malleistung von 120 bis 200 Watt reicht völlig aus.

An der Wand können Sie Regale mit integrier­ten Lichtböden anbringen oder mit Leuchtkästen arbeiten: Dabei wird die Lichtquelle hinter einer Acrylglasplatte montiert. Achten Sie da- rauf, dass sämtliche Leuchten aus Sicherheits- gründen feuchtigkeitsdicht und leicht zu reinigen sind.

Geräumigkeit dank Transparenz

In winzigen Bädern sollten helle Farbtöne vorherr- schen – das lässt den Raum größer erscheinen. Gleiches gilt für transpa- rente Materialien wie Glasbausteine und Plexi-

glas – beide sind hygieni- sche und pflegeleichte Al- ternativen zum klassischen Duschvorhang.

Problemzone 3

Unschöne Fliesen

Das komplette Bade- zimmer neu zu fliesen ist zeit- und kostenaufwendig. Für eine Renovierung light können Sie alte Fliesenneu lackieren (z. B. Farben von Coelan in sechs Tönen oder von Molto in Weiß, Hellbeige und Crocus). Dazu den Untergrund mit Seifen- oder Essigreiniger säubern, dann die Kacheln mit Schleifvlies gleich-

mäßig aufrauen. Die Farbe wird in zwei Schichten aufgetragen – zuerst die Grundierung, dann mit einer harten, geschlossen- porigen Schaumstoffrolle die Endbeschichtung. Für den gewünschten Farbton können Sie vom Fachhänd- ler auch Epoxidharzlacke anmischen lassen. Die Grundierung über Nacht trocknen lassen und erneut anschleifen, damit die Endlackierung dauerhaft hält. Achtung: Dunkle Fliesen in mindestens drei Schichten lackieren, da sonst die alte Farbe durch- scheinen könnte.

Das passt

dazu

Badutensilien

Zwischen den Lackierun- gen sollte eine Trocken- phase von je zwölf Stun- den liegen. Die Fugen können anschließend mit Silikon oder selbstkleben- dem Fugenband nachgestaltet werden.

Fliesenspiegel von der Rolle

Alternativ gibt es im Handel auch „Fliesen zum Kleben“ (z. B. d-c-fix von Hornschuch), die in Form von wasserundurchlässiger Folie in Bahnen geklebt werden. Wer ganz auf den Kachel-Look verzichten will, kann die geflieste Fläche in eine komplett

fugenlose Wand verwan- deln (z. B. mit „Statt Fliesen“ von Ultrament). Per Versiege­lung wird’s wasserabweisend und kratzfest.

Problemzone 4

Zu wenig Stauraum

Ein kleines Bad, in dem offene Regale den Blick auf eine bunte Sammlung von Shampoos, Duschgels, Badeölen usw. freigeben, wirkt unruhig und verkleinert den Raum. Deshalb gilt: Deko­ratives auf dezenten Glasborden präsentieren. Unattraktive- re Flaschen und Tiegel

durch einheitliche Gefäße ersetzen.

Stauraum passgenau

Nischen können Sie durch passende Regale mit geringer Tiefe ausfüllen. Funktional sind auch hohe, schmale Schränke oder flexible Rollregale bzw. -container. Auf Augenhöhe bietet sich ein schlicht- edler Spiegelschrank an. Ein kompakter Waschtisch mit integriertem Fachwerk hilft, Ordnung in die Putzmittel zu bringen. Wählen Sie hier lieber ein Modell, das nicht bis zum Boden reicht – so erscheint das Bad geräumiger.

Findet sich noch Platz für einen kleinen Stuhl, macht dieser den Raum behag- licher, bietet Platz für die Maniküre und zudem Ablagefläche für Kleidung.

Clever Verstaut

Zahnbürsten sollten Sie in einer Wandhalterung aufbewahren, das spart Platz und ist hygienischer, als sie in einem Glas trocknen zu lassen. Eine Edelstahlablage, die man quer über die Badewanne legt, hält Waschutensilien für den täglichen Gebrauch sowie die Badelektüre griffbereit.

Problemzone 5

Alte Armaturen

Für eine Modernisierung light in Ihrer Mietwohnung genügt es, in die Jahre gekommene Armaturen an Waschtisch, Bade­wanne und Dusche auszuwechseln. Tipp: Die ausge- musterten Armaturen nicht wegwerfen, bei Auszug können Sie sie wieder umwechseln. Damit die neuen Glanzlichter lange strahlen, sollten Sie sie mit einem in Petroleum getauchten Tuch oder Zitronensaftkonzentrat aufpolieren.

Das passt

dazu

Badarmaturen