Alles im grünen Bereich

Die Freiluftsaison startet in eine neue Runde. Egal ob Minigarten, Balkon oder Fensterbank – der Sommer hält überall Einzug. Wir sagen Ihnen, wie auf wenig Platz viel wächst und blüht

So geht's

Der perfekte Platz an der Sonne

Auch auf einem schmalen Grünstreifen ist Raum zum Entspannen und Spielen. Die verschiedenen Elemente teilen den Garten in einzelne Räume

Im Handtuch-

garten

Je kleiner das Grundstück, desto geschickter muss die Planung für einen Familiengarten sein

Mit einem Reihenhaus verbinden wir oft einen langweiligen Minigarten. Dabei kann es eine Herausforderung sein, auf wenig Raum ein blühendes Paradies zu gestalten. Dabei gilt: Weniger ist mehr. Beschränken Sie die Zahl der verwendeten Materialien, die Sie einsetzen möchten. Das Gleiche gilt für Pflanzenfarben und die Form der Rasenfläche. Damit das Mähen schnell erledigt ist, sollte der Rasen geradlinig angelegt werden. Extravagante Kurven erschweren nur unnötig die Pflege.

Einen Mittelpunkt schaffen

Die Terrasse ist meist der zentrale Aufenthaltsort eines Gartens – in unserem Vorschlag haben wir eine Variante aus günstigen Betonsteinen mit erhöhtem Holzdeck gewählt. Empfehlenswert ist Tropenholz, es splittert nicht und ist sehr witterungsbeständig. Achten Sie auf zertifizierte Angebote, z. B. Forest Stewardship Council (FSC). Scheint die Sonne den ganzen Tag auf die Terrasse, können Sie gleich daneben einen Schatten spendenden Baum pflanzen. Gut geeignet sind kleine Bäume wie Zierkirsche, Judasblattbaum oder Weißdorn. Farbenfrohe und duftende Sträucher machen sich gut als Grundstücksbegrenzung und bieten zugleich Sichtschutz.

Maßarbeit

Ob es um die Proportionen von Terrasse und Rasenfläche geht oder um die Pflanzung von Bäumen, Sträuchern und Blumen – eine Zeichnung gibt Ihnen vorab den Überblick. Für NEUES ZUHAUSE gestaltete der Garten- und Landschaftsarchitekt Sebastian Jensen einen Reihenhausgarten in der typischen Größe von 6 x 12 Meter. Weitere Informationen unter www.sebastianjensen.de

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Ein kleines Gerätehaus beherbergt Arbeitsutensilien und Gartenmöbel. Daneben steht die Regentonne. Und Kräutertöpfe schmücken die Außenwände.

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Die Terrasse bildet den Mittelpunkt des Kleingartens.

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Das Holzdeck wird durch ein Bodengerüst erhöht. Es endet bündig mit der

Umrandung der Sandkiste.

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Eine Sitzbank dient als zusätzliche Ruheoase.

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Die Rasenfläche verzichtet auf Schnörkel.

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Den Kompost verdecken höhere Sträucher.

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Eine blühende Hecke dient als Sichtschutz.

Auf dem Balkon

Sie möchten ein richtig schönes Freiluftzimmer haben? Nichts wie ran an die Blumenkübel!

Der Balkon ist vor allem für Städter grünes Refugium.
Mitten in der City wird in luftiger Höhe gegrillt, gechillt oder gearbeitet.

Bunt wird es mit Arrangements aus Stauden und einjährigen Blühern, aber auch Kräutern und Gemüse. Großen Ernteerfolg im Blumenkasten bringen Tomaten, Gurken und Zucchini. Schnittlauch, Petersilie, Liebstöckel und Thymian in Terrakottatöpfen sehen dazu noch dekorativ aus. Viele Jahre Freude hat man an Stauden. Sie sollten in große Gefäße gepflanzt werden. Alle zwei bis drei Jahre teilt man die Pflanzen und bettet sie in frische Erde.

Grüner Dachverband

Ein reizvolles Lichtspiel bietet ein Schatten spendendes Blätterdach. Mit Kletterpflanzen wie Weinreben, Glyzinen oder Trompetenblumen wächst in ein bis zwei Jahren ein natürlicher Sonnenschutz. Nur die einjährige Kapuzinerkresse schafft das in knapp zwölf Monaten.

Für alle Pflanzen gilt: Nicht übergießen! Ständig nasse Wurzeln können zu Pilzbefall führen. Balkonkästen und Kübel mit Loch und einer Drainageschicht (z. B. Sand-, Splitt oder Tongranulat) sorgen dafür, dass das Wasser ablaufen kann. Unbeschwerte Wochenendtrips garantieren Balkonkästen mit eingebautem Wasserspeicher und Wasserstandsanzeige. Sie versorgen die Pflanzen etwa drei Tage mit Feuchtigkeit (z. B. von Otto).

Auf der Fensterbank

Kein Balkon? Nicht traurig sein. Auch auf schmalem Grat blüht Ihnen was

So zieht der Sommer auch ins Haus: Blickfang können langstielige Liliengewächse sein, die samt Zwiebel in einer Glasvase thronen. Dazu passen andersfarbige Solisten, die in schmalen Gefäßen über das Fensterbrett verteilt werden. Haben Sie mehr Stellfläche zur Verfügung, können Sie auch große Sträuße arrangieren – zum Beispiel in allen Nuancen einer Farbe (Rot – Rosa – Lila). Aber geben Sie Blumen auch Raum: Ein Bund Margeriten etwa wirkt mehr, wenn er auf zwei, drei Gefäße verteilt und als Gruppe zusammengestellt wird.

Der goldene Schnitt

In Sachen Vasen sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt: Obstschalen für kurze Stiele, flache Teller für Blüten, Honigläser für kleine Sträuße oder Milchflaschen für langstielige Solisten. Bevor die Blumen ins Wasser abtauchen, Stiele erst anschneiden – nicht mit der Schere, sondern schräg und etwa drei bis fünf Zentimeter lang mit einem scharfen Messer. Bei verholzten Stängeln von Flieder oder Forsythien drei Zentimeter länger. Das untere Stiel-Drittel von Blättern befreien, da sich sonst Bakterien bilden. Länger frisch bleiben Schnittblumen, wenn man dem Wasser eine Kupfermünze zugibt. Ähnlich wirkt wahlweise ein Spritzer Essig, Zitronensaft oder Spüli. Tulpen sind besonders cool: Eiswürfel im Blumenwasser sind hier das perfekte Frischhaltemittel.

Das passt dazu

Grüner Warenkorb

Wie wär’s zur Abwechslung mal mit Gartenshopping statt -arbeit? Diese Produkte sind nützlich und formschön

Gib Gummi!

Es regnet? Diese Gummistiefel machen trotzdem gute Laune. Es gibt sie für Kinder und Erwachsene. „Playshoes“ von Otto, ca. 30 Euro

Heißluft-Balkon

Mobiler Partyspaß: Mit Wok-Grill bzw. Fondue-Aufsatz kommt der Rechaud drinnen und draußen zum Einsatz. „Cook“ von WMF, ab 200 Euro

Fünf auf einen Streich

Züchten Sie Ihr eigenes Kräuterparadies. Die Schale bietet Platz für drei bis fünf Töpfe. Mit dabei: eine Schere zum Ernten. Von Royal VKB über 1a-Versand, ca. 30 Euro

Versetzen Sie Buchsbäume

Für diese Hecke brauchen Sie weder grünen Daumen noch Heckenschere, denn sie ist aus Kunststoff. In zwei Größen. Von Brigitte Hachenburg Exklusiv, ab 180 Euro

Ab in die Falle

Die Großmutter wusste: Ein Honigglas hält Wespen vom Kuchen fern. Schmu-
cker geht’s mit einer bun-
ten Flasche zum Aufhän-
gen. Nur noch Honigwas-
ser einfüllen. Wespenfalle von Keimzeit, ca. 6 Euro