Ob in Küche, Bad oder Schlafzimmer, Zimmerpflanzen machen die Wohnung einen Hauch frischer. Wir geben Tipps, mit welchen Sie – je nach Typ – Freunde fürs Leben werden

Blühend aussehen:
Das „Flowall“- Kit von Wattelez macht es möglich für ca. 50 Euro www.flowall.com


Sie haben Ihre Wohnung eingerichtet,
und es fehlt noch das berühmte
i-Tüpfel-
chen? Wie wäre
es mit etwas Design in Grün? Zimmerpflanzen
sind gut fürs Raumklima
und sollen, so Experten, auch der Psyche
guttun. Die gute Nachricht für all diejenigen,
denen der grüne Daumen fehlt:
Es gibt auch eine robuste natürliche
Wohnraumdeko,
die Sie ohne großen Pflegeaufwand
lebendig halten können.
Bühne frei fürs Grün
Pflanzen können Räumen verschiedene
Gesichter verleihen. Wer sich im Vor-
feld
bei einem Floristen oder
Gartenmarkt
genauer um-
schaut, wird entdecken:
Große Ficuspflanzen, Pal-
men oder Drachenbäume
sind lebende Skulpturen und
wirken auch als Solisten im Zimmer.
Natürlich geht es auch ein paar Nummern
kleiner und preisgünstiger – etwa mit
Bubiköpfen. In ungerader Zahl auf einem
Regal machen sich die Naturkugeln
gut zwischen Büchern und anderen Deko-
artikeln.
Dabei nicht verges-
sen:
Bubiköpfe nur von unten gießen!
Passende Pflanzen zum Lebensstil
Wählen Sie Pflanzen, die zu Ihrer Lebensweise
inklusive verbleibender Zeit
für Blu-
menpflege passen, damit sie
nicht zu Staubfängern mutie-
ren. Sind Sie
Pflanzen pas-
sen in
jedes Zimmer
Wei-
zengras macht
sich als Couch-Wiese
gut im Tablett.
Zyperngras gedeiht
in feuch-
ter Badatmosphäre.
Auch
Vasen und Blumenkisten
taugen
als Pflanzgefäße
viel unterwegs, dann holen Sie sich Bogenhanf
ins Haus. Die genügsame
Pflanze mit den langen, grün-gelben,
fleischigen Blättern kommt
eher mit
weniger als mit zu viel Pflege aus. Falls
Sie mal mehrere Wochen auf Reisen sein
sollten und sich kein Nachbar als Pflanzensitter
findet, hilft folgender Tipp:
Füllen Sie eine Plastikfla-
sche mit Wasser
und ver-
schließen sie mit einem Papiertaschentuch.
Stellen Sie diese kopfüber
in die Erde, so überleben die grü-
nen Mitbewohner
mindes-
tens drei Wochen lang.
Schlafes Bruder: Lavendel
Nicht jede Pflanze passt in jedes Zimmer.
Platzieren Sie zum Beispiel lichtund
wär-
mehungrige Exemplare eher ins
Wohnzimmer. In der
Für Sitzgiesser
Mit der Mehrzweckkanne „Sasa“ können Sie Pflanzen wässern, gezupftes Unkraut im Griff transportieren und sie sogar als Hocker nutzen. Von Discovery 24, ca. 30 Euro
Topfparade
In den Modulen aus lichtechtem Kunststoff wachsen grüne Mitbewohner zur Trenn- oder Dekowand heran. „Gardenwall“ von Viteo, je ca. 110 Euro
Umzingelt
Dieses Gras verwelkt nie. Nur das Innenleben der Vase im Naturlook freut sich über frisches Wasser. „Grass“ über Rove, ab 35 Euro
Buch-Tipp
„Der Indoor-Garten: Wohndesign mit Pflanzen“ von Diana Yakeley, Callwey Verlag, 9,95 Euro

Küche setzen Sie
am besten auf Kräuter, das zaubert einen
angenehmen Duft in die Wohnung.
Besonders pflegeleicht sind Schnitt-
lauch
oder Thymian. Ist Ihre Fensterbank in
der Küche zu schmal für mehrere Töpfe,
versuchen Sie es mit Schrankbegrünung.
Dafür befestigen Sie an der Kor-
pusseite
eine Leiste, hängen daran Töpfe
(z. B. aus der „Asker“-Serie von Ikea)
und füllen sie mit grünem Innen-
leben
auf. Lange hielt sich das Gerücht, dass
Pflanzen im Schlafzimmer angeblich
Allergien auslösen. Experten sagen mittlerweile:
Es gibt
grüne Gesellen, die
gesun-
den Schlaf sogar fördern können.
Farbtupfer und natürlicher Duftspender
in einem ist zum Beispiel der Lavendelstrauch.
Achten Sie aber darauf, den
Pflanzen in den Wintermonaten ausrei-
chend
Licht zu gönnen.