Grillen, sonnen, spielen – schon bald ist die Gartensaison wieder eröffnet. Fürs perfekte Freiluftzimmer sind jedoch noch ein paar Vorbereitungen zu treffen, zum Beispiel die Renovierung des Rasens per Aussaat oder Fertigmodell
Es ist nicht nur Grünzeug, das
sich breitmacht: Ein schmucker
Rasen gibt dem Garten Struktur
und ist im Sommer ein komfortabler
Naturteppich für nackte Fü-
ße. Ist der
Gartenbereich noch Baustelle oder
die Grünfläche
wurde lange vernachlässigt,
muss alles überholt werden.
Die beste Zeit für die Neueinsaat sind
die Frühjahrsmonate April und Mai –
der Boden ist bereits erwärmt und
feucht genug, um das Saatgut schnell
keimen zu lassen.
WAS SPIELT SICH AUF IHREM RASEN AB?
Vor dem Einsäen steht die Überlegung:
Wie nutze ich den Rasen, wie sehr
wird er strapaziert? Für einen Spiel- und
Sportrasen, auf dem viel getobt wird,
eignet sich zum Beispiel eine Mi-
schung
aus unempfindlich-
eren Sorten wie
Wiesenris-
pe, Weidel- und Rotschwin-
gelgras.
Agrostis-Gräser hingegen sind
von mittlerer Trittfestigkeit und mögen
es feuchter. Bei sonnenar-
men Gärten
empfehlen sich schattenverträgliche Saat-
mischungen.
Außerdemn




sollten Sie im
Vorfeld de pH-Wert bzw. den Kalkbe-
darf
des Bodens prüfen – entsprechende
Fertigtests gibt es im Gartenhandel.
ERST SÄEN, DANN ZARTES GRÜN ERNTEN
Lockern Sie den Boden spatentief auf
und entfernen dabei Unkraut, Steine
und Wurzeln. Dann wird der Un-
tergrund
eingeebnet und zirka zwei Wochen lang
sich selbst überlassen. In dieser Zeit
kann er sich setzen. Anschließend nochmals
planieren und das Saatgut (dem
auch ein Starterdünger, z. B. von

Wolf
Garten, beigemischt sein kann) gleichmäßig ausstreuen. Zum Festdrü-
cken
können Sie an Ar-
beitsschuhen befestigte
Bretter verwenden oder ei-
ne Walze, die
der Garten-
fachhandel ausleiht. Rund
vier Wochen muss der Ra-
senfrischling
feucht gehal-
ten werden.
SCHNEIDEN UND PFLEGEN, BITTE!
Der erste Schnitt erfolgt, wenn das Gras
rund zehn Zentimeter hoch ist. Dann
sollten Sie es um fünf bis sechs Zentimeter
kürzen, damit sich ein dichter
Tep-
pich bildet. Für Ihren Ra-
sen-Terminplaner
können Sie sich notieren:
Einmal die Woche mähen und in Abständen
düngen (ent-
sprechend den
Hersteller-
empfehlungen). Einmal
im Jahr hat die Wiese auch eine
Humuskur (z. B. „Azet Bodenaktivator“
von Neu-
dorff) verdient.
Einmal den grünen Teppich ausrollen
Wer schnelle Ergebnisse liebt, kann sich Bahn für Bahn zum makellosen Fertigrasen vorarbeiten
SAISON IST DAS GANZE JAHR
Wochenlang zu warten, bis der Rasen sprießt, ist nicht jedermanns Sache. Deshalb gibt es Rollrasen – eine vorkultivierte Rasendecke, die vom Erdreich abgeschält und für den Transport/ Verkauf aufgerollt wird. Preis: etwa 4 bis 5 Euro/Quadratmeter. Zur Vorbereitung muss der Boden gelockert, Steine und Unkraut entfernt und der Untergrund geglättet werden (Bild 1). Damit der Rasen gut anwächst, können Sie auch Kalk und Sand in den Boden einarbeiten.
ROLLE VORWÄRTS
Verlegen Sie den Rasen Bahn für Bahn (Bild 2) und achten Sie darauf, dass sich die Ränder weder überlappen noch Lücken dazwischen bilden (Bild 3). Stücke, die überstehen, können Sie mit einem scharfen Messer auf Maß schneiden. Danach die Fläche walzen – entweder mit einer Leih-Gartenwalze aus dem Fachhandel (Bild 4) oder Brettern, die Sie unter Ihren Arbeitsschuhen befestigen.
FEUCHTGEBIETE
Ein bisschen Arbeit kommt nach dem Verlegen doch auf Sie zu: Ausreichendes Rasenwässern gehört in den folgenden drei bis vier Wochen zu Ihren täglichen Beschäftigungen – bei Hitze sogar morgens und abends. 14 Tage sollten Sie das Grün nicht betreten, damit es in Ruhe wurzeln kann.
CUT & GO
Ebenfalls nach rund zwei Wochen bzw. wenn der Fertigrasen auf etwa acht bis zehn Zentimeter herangewachsen ist, können Sie zum ersten Mal die Spitzen schneiden. Beim zweiten Schnitt dürfen rund fünf Zentimeter stehen bleiben. Nach vier Wochen ist der Vorzeigerasen spiel- und spaßbereit. Gedüngt wird wie beim Saatrasen.