Eine Garage ist Ihnen zu kompakt oder teuer? Wie wär’s mit einem Carport, der Ihren Wagen vor Wind und Wetter schützt und zugleich das Haus schmückt?
Sie sind schneller aufzu-
bauen als eine Garage und gewährleisten eine bessere Durchlüftung des Pkw (das mindert die Rostgefahr!) – kein Wunder, dass Car-
ports immer beliebter wer-
den. Hinzu kommt, dass für die Unterstände in ein-
igen Bundesländern keine Baugenehmigung notwen-
dig ist. In anderen genügt es, das Bauamt vorab zu informieren. Kriterien für Höhe, Länge und Größe von Anbauten regelt das jeweilige Landesbauamt (LBO). Berechnen Sie rechtzeitig den genau be-
nötigten Platz, sonst kann
es zu bösen Überraschun-
gen beim Parken kommen. Auswählen kann man – ob Selbstmontage oder Fertig-
variante – zwischen zahl-
reichen Modellen, zum Beispiel offen oder seitlich geschlossen mit Wänden, Rankelementen oder Ab-
stellraum. Auch die Dach-
form – etwa Sattel oder Flachvariante – prägt einen Carport. Ein PVC-Dach ist zwar licht, man sieht aber von unten Verschmutzun-
gen. Experten raten übri-
gens von Billigprodukten ab, diese seien oft nicht sturmsicher.

Die perfekte Dachorganisation
Ob aus Holz oder Stahl – hier kehrt man immer wieder gern ein

Hölzerner Auftritt
Sie müssen nicht in einer Holzhütte wohnen, damit dieser Carport zu Ihrem Haus passt, Hauptsache, Sie mögen es dezent. „Aktionscarport“ bei Bauhaus, ca. 300 Euro
Ein heißes Blechdach nicht nur für Katzen
Maßgeschneiderte und optisch leichte Carports bietet die Firma Welcomp. Dieses Galgenmodell ist nur eine Variante verschiedener Dachformen. Ab 7200 Euro
Stelzenhaus für vier Räder
Dank dem transparenten Dach wird der Stellplatz zum Showroom. Aus verzinktem Stahl, Schichtholz und Kunststoff. „Stop & Go“ von Loom Living, ab 3600 Euro


Baugenehmigung oder nicht?
Je nach Bundesland wird die Genehmigung sehr unterschied-
lich gehandhabt. Um keine Überraschungen zu erleben, sollten Sie sich im Vorfeld bei Ihrer Stadt oder zuständigen Gemeinde schlau machen. Vielen genügt ein Brief ans Bauamt zur Kenntnisnahme, andere ziehen einen Prüfstatiker hinzu. In jedem Fall sollten Sie im Vorfeld Bauzeichnung, Baubeschreibung und statische Berechnung bereithalten.
Wie viel Platz wird benötigt?
Das richtet sich natürlich nach der Größe des Autos. Für einen Mittelklassewagen sollten Sie mindestens 500 cm Länge und 225 cm Breite rechnen. Planen Sie lieber großzügiger und gegebenenfalls auch zusätzlichen Stauraum für Fahrräder, Rasenmäher und Gartenmöbel ein. Beachten Sie auch, dass Sie die Dachaußenmaße zu Grunde legen, welche auch für das Bauamt maßgeblich sind – sonst kann es im schlimmsten Fall zu Streitigkeiten kommen.
Welche Form kommt in Frage?
Sie haben die Wahl zwischen zahlreichen Varianten. Die häufigste Form ist das Rechteck, das es zum Beispiel in Baumärkten als vorgefertigte Bausätze gibt. Möglich ist es auch, einen Abstellraum seitlich anzubauen oder das Garagendach zusätzlich als Terrasse zu nutzen. Für ein begehbares Holzdach ist eine stärkere Unterkonstruktion erforderlich als bei einem transparenten PVC-Dach. Lassen Sie sich vorab von einem Fachmann beraten.
Wie kann das Regenwasser abfließen?
Bei PVC- oder Aluminium-Flachdächern können Sie eine Rinne zur Entwässerung verwenden. Für ein Flachdach aus Holz empfiehlt sich ein Dachgulli, für ein Walmdach eine Kupfer-Rinne. Möglich ist es auch, eine Regenwasserzisterne zu installieren und das gesammelte Wasser für Ihren Garten nutzen. Versickert das Wasser auf dem Grundstück, müssen Sie eine genügend große Fläche nachweisen.