Der Flur als Laufsteg

Bei der Einrichtungsplanung steht der Flur nur selten an erster Stelle. Dabei ist der Raum die Visitenkarte Ihres Zuhauses. Kosmetik-Tipps für ein repräsentatives und optimal genutztes Entree

Oft ist er der Raum mit den meisten Türen, den wenig-
sten Fenstern und zum Durchgangsdasein ver-
dammt. Dabei lässt sich selbst aus dem kleinsten Flur so viel mehr machen. Fünf Tricks für Ihren Eingansbereich

In Szene setzen

Arrangieren Sie im Flur eine kleine Sammlung von Bildern oder anderen dekorativen Dingen, an denen Ihr Herz hängt. In unserem Beispiel bieten alte Koffer und antike Holzschränk-
chen dezent Stauraum. Ein Kronleuchter taucht die Exponate in edles Licht. Auf Gäste wirken die Ausstellungsstücke wie ein ganz persönliches Museum des Gastgebers und sind ein Willkommensgeschenk fürs Auge noch dazu.

Platz da

Struktur ist das A und O, damit der Flur einen aufgeräumten Gesamteindruck macht. Statt Schuhe horizontal am Boden zu reihen, sind sie besser im Regal oder komplett unsichtbar in Wandschränken verstaut. Garderoben, bestehend aus der gängigen Kombination Stange, Haken, Konsole und Spiegel, kann man sich individuell oder von einem Hersteller als Systemprogrammmit Einzel- und Funktionsmöbeln (z. B. von Hülsta oder Team 7) zusammenstellen.

Ihre Diele ist ein Schlauch? Dann sollten große Möbel draußen bleiben. Setzen Sie stattdessen auf Farb-
spiele auf Wand und Türen. Sogar ein glänzend lackier-
ter Boden kann einen dunk-
len Flur heller strahlen las-
sen.

Stauraumverstecke

Schuhe, Jacken, Kinderspielzeug – diese Dinge deponieren die meisten gern im Eingangsbereich. Nur ins Auge fallen sollten sie nicht sofort. Hinter einer vorgesetzten Wand (z. B. mit Tapetendekor) verschwindet alles, was den Raum unruhig wirken lässt. Mithilfe von Regalböden oder schmalen Oberschränken (z. B. „Faktum“ von Ikea) entsteht auch Stauraum direkt unter der Zimmerdecke.

Hollywood-Feeling

Mit dieser Fußmatte holen Sie sich den Walk of Fame nach Hause. Auf die Aluminiumplatte können Sie Ihren Namen gravieren lassen. „Walk of Fame“, 60 x 60 cm, ca. 30 Euro

Flur aufhellen

Auch ohne Tageslicht muss ein Durchgangsbereich nicht dunkel erscheinen. Heller wirkt der Raum durch Weißtöne – das gilt für Wand, Boden und Kleinmöbel. Für dezente Farbtupfer sorgt eine Sammlung Fotos und Bilder. Dabei gilt: Querformatiges streckt in die Breite, Hochformatiges in die Höhe. Wandspiegel schaffen Helligkeit und vergrößern optisch. Mehrere kleine Spots in Wand oder Decke dienen als gleichmäßige, blendfreie Lichtquelle.

Zum Anlehnen

Dieser Schreibtisch be-
weist auch auf zwei Beinen Standfestigkeit. Er passt in die kleinste Diele, bei Par-
tys wandert er problemlos nach nebenan. „Wallflower Walloffice“ von Jonas Design, ca. 750 Euro

Schriftlich festgehalten

Mäntel, Schals und Mützen gehören an die Garderobe. Und damit Besucher nicht lange danach suchen müssen, steht es gleich drauf. Von Klein und More über www.concona.de, ab 155 Euro

Präsentierteller

Nicht von ungefähr nennen Einrichtungsprofis den Flur offiziell auch Verkehrsfläche, schließlich führt kein Weg in die Wohnung an ihm vorbei. Warum also nicht besonders attraktive Möbelstücke wie Antiquitäten dort platzieren? Damit die Klassiker nicht „verstaubt“ wirken, sollte man die Möbelstücke in Kontrast zu modernen Hinguckern – wie etwa Leuchtbuchstaben oder Wandtattoos – setzen.