Schluss mit demTohuwabohu

Viele Jugendliche haben vermeintlich Besseres zu tun, als ihr Zimmer aufzuräumen. Eltern können dann mit einer Riesenportion Gelassenheit reagieren. Oder mit praktischen Ordnungshilfen

Mein Wunsch:

Ein Jugendzimmer, in dem kein Chaos herrscht

Anita F., Kauffrau und Mutter

Hinsichtlich Ordnung sind Kinder vom Mars und Eltern von der Venus – beide kommen meist nicht auf einen Nenner. Umso wichtiger sind Aufräum-
requisiten, die dabei helfen, das Durcheinander eines Teeniezimmers zu mildern. Für einen Multi-
funktionsraum, in dem Jugendliche schlafen, arbeiten und Freunde treffen, ist eine optische Struktur hilfreich. Beson-
ders Farben sollten sich im Zimmer wiederholen: Entscheiden Sie sich am besten für eine Hauptfarbe, die in Abstufungen wiederkehrt – ob als

Wandfarbe, auf Möbeln oder in Textilien. Mit ein paar Tricks können Sie das alltägliche Chaos kaschie-
ren: Eine schnell über das Bett geworfene Tagesde-
cke verbirgt einen nicht gemachten Schlafplatz und lässt so das ganze Zimmer ruhiger wirken. Stellen Sie außerdem genügend Stauraum zur Verfügung, geschlossene Möbel verstecken die Unordnung. Nutzen Sie auch die Fläche unter dem Bett: Dort verschwinden in Kisten (z. B. „Vacker“ von Ikea, ab 6,90 Euro) Gegenstände, die nicht so häufig gebraucht werden.

Dinge des täglichen Bedarfs können in Regalen oder Schränken Platz finden, aber auch in zweckentfremdeten Kleinmöbeln – das kann etwa ein Koffer sein, der zugleich als Nachttisch dient. Ein weiterer Weg, gegen überflüssiges Gerümpel vorzugehen, ist dieser: Lassen Sie Ihre Sprösslinge regelmäßig ausmisten. Vielleicht kann der Musikfreak von heute längst auf die alte Comicsammlung verzichten. Und solch eine Aufräumaktion zaubert schon mal fast vergessene Schätze zutage.

Und täglich grüßt das Murmeltier

Wiederkehrende Elemente in Farbe und Funktion (z. B. diese Wanduhren mit verschiedenen Zeitzonen) schaffen Struktur im Raum

Das passt dazu

Möbel, die das Chaos austricksen

Über die Hälfte der Jugendlichen hasst es, aufzuräumen. Wir wetten: Mit diesen coolen Möbeln sieht das schon ganz anders aus

Der Herr der Ringe

Ein Raumtrenner in Form eines offenen Regals kann die Bereiche voneinander abgrenzen und bietet Platz für jede Menge CDs, Bücher und Zeitschriften. „Cloud“ von Cappellini, ca. 580 Euro für ein Modul

Vorhang auf für die Lieblingssachen

Wichtiges vergraben – das können Kinder gut. Mit dieser Schiebegardine ist Schluss damit, und die Bodenfreiheit ist auch gewährt. „Lusy Gömma“ von Ikea, ca. 16 Euro

Alles im Eimer

Ein Laptop darf ruhig mal wandern: Eine alternative Ablagemöglichkeit ist diese „Box“, die ganz nebenbei den unschönen Kabelsalat versteckt. Von Vitra, ca. 410 Euro

Kai auf der Kiste

Deckel hoch, Krimskrams rein. Und anschließend können auch noch Gäste auf der 42,5 cm hohen Box Platz nehmen. „Sitbox L“ von Reisenthel, ca. 40 Euro

Schatzkiste

Diese Truhe aus alten Bootsplanken kann zum Beispiel als Geheimver-
steck für Tagebücher dienen oder als Sitzgele-
genheit für Gäste. „Plan-
kentruhe“ von Nostalgie im Kinderzimmer, ca. 88 Euro