Manche Möbel und Wohnaccessoires gehen bewusst nicht mit der Mode, sondern stehen unter Artenschutz. Wir präsentieren Ihnen einige der Kultobjekte und stellen Nachfahren vor, die das Erbe im Wohnzimmer höchst lebendig halten
In Bausch und Bogen
Leuchte mit XXLSchirm aus Reispapier. „Regolit“ von Ikea, ca. 55 Euro
Salonfähig
Sie haben die Wahl: „Salon“ von BoConcept gibt es in Schwarz und Weiß. Ca. 450 Euro
Achille Castiglioni (1918–2002)
Erneuern, nicht neu erfinden, lautete das Prinzip des Italieners. Für die markanten Leuchten, die er gemeinsam mit seinem Bruder Pier Giacomo entwarf, ließ er sich gern von Alltagsgegenständen inspirieren. Die Idee für Bogenlampe „Arco“ zum Beispiel kam ihm beim Anblick einer einfachen Straßenlaterne. Von Flos, ca. 1900 Euro

Arne Jacobsen (1902–1971)
designte den Kurvenstar für die Lobby des Hotels „SAS Royal“ in Kopenhagen. Den Welterfolg seines Sessels erlebte der Däne nicht mehr: Der begann, nachdem „The Egg“ in der Peter-Sellers- Komödie „Der Partyschreck“ zu sehen war. Von Fritz Hansen, ca. 11 500 Euro
Kein Spielplatz
Mit „Karlstad“ kann man schaukeln, drehen und wippen. Von Ikea, ca. 350 Euro
Auf dem Präsentierteller
Den Loungesessel „Wave“ gibt es – uni und meliert – in 87 Stoffen der Esprit- Kollektion. Ab 650 Euro


Entspannung per Knopfdruck
So lässt sich der Relaxsessel stufenlos verstellen. „Egon“ von Walter Knoll, ab 3700 Euro
Eileen Gray (1878–1976)
widmete ihrem Freund Jean Badovici die Kreation eines höhenverstellbaren Beistelltischs. Der „Adjustable Table“ der irischen Designerin wurde so berühmt, dass er im New Yorker Museum of Modern Art ausgestellt ist. Von Classicon, ca. 680 Euro
Ins Rollen bringen
Der Beistelltisch von Designo ist zwar nicht variabel in der Höhe, aber flexibel am Boden unterwegs. „DE 841“, ca. 185 Euro

Transparente Happy Hour
Ob Kaffee, Bier oder Cocktails – „Embrace“ versam- melt alle Getränke in Reichweite neben dem Sofa. Höhe: 53 cm. Von Yellow Möbel, ca. 60 Euro
Le Corbusier (1887–1965)
kreierte Möbel nach dem Leitsatz: Kunsthandwerk ist out, der Weg ist frei für das standardisierte Massenprodukt. Seine geometrischen Möbel auf Stahlfüßen nannte er deshalb „Maschinen fürs Sitzen und Ruhen“. Von Cassina, ca. 5330 Euro

Für Couchsurfer
Sofa auf Stahlfüßen mit hölzernen Flanken. In vier verschiedenen Ledertönen erhältlich. „Days Forum“ von Habitat, ca. 2000 Euro
Nahtlos braun
Der klassische Dreisitzer „Genesis“ aus Leder ist komplett aus einem Stück gefertigt. Von Koinor, ca. 2600 Euro

George Nelson (1908–1986)
ist der Herr der Kugeln. Ob „Wall Clocks“, „Bubble Lamp“ oder „Marshmallow Sofa“ – der Amerikaner liebte es rund. Zwischen 1948 und 1960 konstruierte er vier verschiedene Versionen seiner bunten Wanduhr. Von Vitra, ca. 225 Euro
Auf Zeit spielen
Jon Almond tobte sich bei dieser Uhr mit bunten Bauklotzspeichen aus. „Spectrum“ von Habitat ca. 50 Euro

Ordnung zählt
Schluss mit chaotischer Zettelwirtschaft: Zwölf Nachrichten oder Andenken finden am „Memo Holder“ Platz. Über Freudenhaus, ca. 23 Euro