Entzünden Sie das Feuer


Wie wäre es mit ein wenig Lagerfeuerromantik im Wohnzimmer? Gerade in der Übergangszeit bewährt sich ein Kaminofen. Er sorgt nicht nur für Behaglichkeit, sondern hilft auch beim Energiesparen

Für viele ist er der Inbegriff von Gemütlichkeit: ein wohlig wärmender Kamin, in dem es knistert und die Flammen um die Wette tanzen. Hei-
zen mit Holz liegt im Trend. Auch der gute alte Kachel-
ofen, der noch Großmutters Stube zierte, feiert sein Comeback als frei stehender

Wärmespender. So kombi-
niert etwa die niederländi-
sche Firma Weltevree mo-
dernes Design mit Kacheln der Manufaktur Royal Tiche-
laar Makkum. Das nostalgi-
sche Äußere täuscht jedoch: Die Öfen heizen schnell und effektiv. Dank Glastür gibt es keine dicke Luft.

Feuersäule

Durch die gewölbte Panoramaglastür sind die Flammen auch aus seitlicher Perspektive sichtbar. Darunter ist Platz für Brennholz und Zubehör. „Monet“ von Hwam, ca. 3490 Euro

Der Himmel überm Kamin:

Ein Ofen wie dieser von Weltevree (Mehr unter www.weltevree.info) sorgt auch im Wintergarten für Wärme

Manche mögen´s heiß

Für die Übergangszeit ist ein Kaminofen genau das Rich-
tige. Wenn es abends noch kühl, tagsüber aber schon wärmer ist, kann er die Hei-
zung sogar ersetzen. Mit Holz heizt es sich ökolo-
gisch, weil der Brennstoff nachwächst. Klimaneutral sind die Kaminöfen, da beim Verbrennen nur so viel CO2 freigesetzt wird, wie der Baum vorher aus der Atmo-
sphäre gebunden hat. Der Schornsteinfeger stellt fest, ob Ihr Abzug für einen Kamin geeignet ist (mehr unter www.schornsteinfeger.de). Wie viel Abstand zu Wänden

und Möbeln nötig ist, bestimmt das Baurecht. Mindestens einmal im Jahr muss ein Kaminofen professionell gewartet werden. Und: Bei Teppichboden feuerfeste Platte nicht vergessen!

Buche

erzeugt eine gleichmäßige, lang anhaltende Wärme und empfiehlt sich für offene Kamine

Birke

eignet sich als Starter und duftet beim Verbrennen besonders gut

Wissenswertes


Seien Sie kein Holzkopf

Setzen Sie auf den richtigen Brennstoff

Eiche

Eiche sollte zwei Jahre trocken gelagert werden. Dann brennt sie lange, leider ohne schönes Flammenbild

Kiefer

ist reich an Harz, das mit vielen Funken verbrennt. Darum ist sie ungeeignet für offene Kamine

Vom Walde kommt es her

Gutes Brennholz muss luftig und trocken gelagert werden, am besten von einer Plane abgedeckt an der frischen Luft. Die Restfeuchte darf höchstens 18 Prozent ausmachen. Ob es trocken genug ist, erkennen Sie an den Rissen im Holz.

Papier, nein danke

Papier hat im Ofen außer zum Anfeuern nichts zu suchen: Zeitungen verbrennen schnell und geben kaum Wärme ab.

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